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Halstenberg behält die Nerven: RB zieht ins Pokal-Halbfinale ein

Aus dem Stadion berichtet Martin Henkel
Später RB-Jubel in Augsburg nach dem 2:1-Siegtor von Marcel Halstenberg.

Später RB-Jubel in Augsburg nach dem 2:1-Siegtor von Marcel Halstenberg. Foto: imago/GEPA

RB Leipzig hat in Augsburg das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Erstmals in seiner zehn Jahre jungen Geschichte. In der Nachspielzeit mit Ach und Krach, viel Glück und zwei Toren durch Werner (74.) und Halstenberg in der letzten Minute der Verlängerung. Finnbogason hatte den Ausgleich in der 90. Minute erzielt.

Es war kein besonders vergnügliches Spiel, aber dramatisch bis zur buchstäblich letzten Sekunde. Schon die Startelfstatik ließ erahnen, dass sich RB beim abstiegsbedrohten FCA schwertun würde. Im Vergleich zum 5:0 gegen die Hertha vergangenen Samstag tauschte RB-Coach Rangnick vier Spieler – nicht jeden freiwillig.

RB Leipzig rotiert gegen den FC Augsburg

Laimer ersetzte auf der rechten Viererkettenseite Mukiele, Demme war nach einer OP an den Weißheitszähnen wieder fit und verdrängte Adams aus dem Kader, Bruma spielte für den angeschlagenen Forsberg und Sabitzer durfte im Mittelfeld anstelle von Haidara ran.

Augsburg stand erwartet tief und kompakt, stürmte aber trotzdem mit Pokal-Lust. Wild ging es deshalb hin und her. Nach 45 Minuten hatten beide Teams eine Handvoll Möglichkeiten herausgespielt. Mal mehr, mal weniger zwingend. Die größte für Augsburg hatte Richter, der aber am herausgelaufenen Gulacsi scheiterte (23.).

RB Leipzig kassiert den Ausgleich in der Nachspielzeit

Auf der Gegenseite waren es Bruma und Werner, die das 1:0 auf den Schuhen hatten. Bruma scheitere aber fünf Meter vor dem Tor an seinen Nerven, sein Schuss ging in den Oberrang. Werner wiederum bekam einen Ball nicht im Tor unter, den er zuvor von Hahn abgefangen hatte. Ex-RBler Khedira kratzte ihn von der Torlinie (30.).

Nach der Pause ging es chaotisch weiter. RB, eigentlich als Favorit angereist, bekam die Partie nicht unter Kontrolle. Nun aber fehlten auch die Chancen. Beide Mannschaften nutzten sich aneinander ab, wohlwissend: Der erste Treffer dürfte das Spiel entscheiden.

Handelfmeter in letzter Sekunde bringt RB den Sieg

Er tat es auch. Beinahe. Aus einem Angriff der Augsburger heraus schaltete RB blitzschnell, Werner lief Danso davon und überwand Kobel mit der Schuhspitze (74.). Mit der letzten Sekunde der Nachspielzeit glich der eingewechselte Finnbogason aber aus.

Die Folge: Verlängerung. Es gehörte zur Dramatik des Spiels, dass der letzte Treffer des Spiels wieder in der letzten Minute fiel. Gregoritsch berührte bei einem Freistoß von Haidara den Ball mit der Hand. Elfmeter für RB: Halstenberg verwandelte sicher.