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Nach dem 4:2 gegen Bayer: „Wir hatten Glück, aber es war verdient“

Waren nach dem Spiel einer Meinung: Bosz (l.) und Rangnick. Foto: Imago/de Fodi

Ein am Ende klares 4:2 (1:2) ließ auch in der Einschätzung des Spiels kaum Platz für unterschiedliche Meinungen. Weitgehend waren deshalb alle Beteiligten am Spiel von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen einer Meinung: In der erste Hälfte waren die Rheinländer besser, in der zweiten die Sachsen.

Das waren die Reaktionen:

Marcel Sabitzer (RB-Schütze zum 1:1): „In der ersten Halbzeit sind wir gar nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das ist für unser Spiel ganz schlecht. Wir hatten keinen Rhythmus beim Anlaufen, waren nicht abgestimmt. So haben die Bayer-Jungs mit der Qualität, die sie haben, uns locker ausgespielt. Wir hatten zu dieser Phase Glück, ganz klar. In der 2. Hälfte haben wir gut umgestellt. So hatten wir viel besseren Zugriff. Bayer konnte nicht mehr so einfach rauskombinieren und das war genau das Richtige. Wir sind nach einer harten Woche so zurückgekommen, das gibt uns natürlich Kraft für die nächsten Wochen.“

Emil Forsberg (RB-Schütze zum 3:2): „In der ersten Hälfte haben wir uns zunächst schwergetan. Aber dann wurden wir besser: Wir waren dann gefährlicher und aggressiver mit dem Ball und gingen auch besser in die Zweikämpfe. Der Sieg fühlt sich richtig gut an. Die Mentalität muss stimmen – und die haben wir gezeigt.“

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): „Ich glaube, es war gerade zu Beginn kein einfaches Spiel für uns. Leverkusen hat sehr gut gespielt. Wir haben ein bisschen gebraucht, um in den Rhythmus zu kommen nach den intensiven 120 Minuten am Dienstag. Aber in der Halbzeit haben wir auf Dreierkette umgestellt und waren dann viel mutiger im zweiten Durchgang. Ich glaube, wir haben unter dem Strich das Spiel auch verdient drehen können.“

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): „In der ersten Halbzeit haben wir uns brutal schwergetan und konnten froh sein, dass wir nur 2:1 hinten lagen. Wir waren überhaupt nicht griffig. Dann haben wir umgestellt auf ein 3-5-2 und zwei frische Spieler gebracht – und ein völlig anderes Gesicht gezeigt. In der zweiten Hälfte waren wir dominant, haben auch unsere Stärken auf den Platz gebracht und konnten die Schwächen Leverkusen ans Tageslicht bringen. Am Ende haben wir nicht unverdient gewonnen.“

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): „Das Ergebnis ist unglücklich. Wir hätten mehr verdient gehabt, es war auch mehr drin. Leider hat das nicht geklappt. In der 1. Halbzeit haben wir richtig gut gespielt und auch, wenn unsere zweite Hälfte nicht so gut war wie die erste – wir waren trotzdem im Spiel. Wir müssen aber auch kritisch sein: Es ist das zweite Mal in Folge, dass wir vier Gegentore bekommen – auch wenn der Elfmeter vielleicht etwas unglücklich war. Trotzdem ist das viel zu viel, das darf nicht passieren! Daran müssen wir arbeiten.“ (RBlive/mit Sky)