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Jesse Marsch wechselt zu Red Bull Salzburg – Fans mit Protestbanner

Jesse Marsch steht offenbar vor einem Wechsel zum FC Red Bull Salzburg. (Foto: imago images / Jan Huebner)

Jesse Marsch steht offenbar vor einem Wechsel zum FC Red Bull Salzburg. (Foto: imago images / Jan Huebner)

Jesse Marsch wechselt zur kommenden Saison zum FC Red Bull Salzburg. Der 45-Jährige war erst letzten Sommer aus New York zu RB Leipzig gewechselt und Co-Trainer von Ralf Rangnick geworden. Zuvor stand damals auch die Möglichkeit im Raum, dass er in Leipzig sogar Cheftrainer werden könnte.

Zuvor hatten bereits LVZ und Salzburger Nachrichten den Wechsel angekündigt. Auch Salzburg-Experte Stephan Blumenschein vom österreichischen Kurier stützte diese Gerüchte. Jesse Marsch wird in Salzburg Nachfolger von Marco Rose werden, der zu Borussia Mönchengladbach wechselt.

Jesse Marsch: „Ich freue mich sehr und fühle mich auch geehrt“

Jesse Marsch erhält in Salzburg einen Vertrag bis 2022. Vorgestellt wird er in Salzburg allerdings erst nach der Saison. „Jesse Marsch ist ein Trainer, mit dem wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen werden. Wir sind sowohl fachlich als auch menschlich restlos von ihm überzeugt“, freut sich Salzburg-Sportdirektor Christoph Freund über die Verpflichtung.

Und auch Jesse Marsch zeigt sich begeistert: „Ich freue mich sehr und fühle mich auch geehrt, dass ich als nächster Trainer für diesen tollen Klub arbeiten darf. Ich werde alles dafür tun, die äußerst erfolgreiche Arbeit in Salzburg weiter fortzusetzen.“ Bis dahin gelte der volle Fokus aber erstmal RB Leipzig.

Fans von Red Bull Salzburg mit Protest-Banner gegen Marsch

Christoph Freund wollte noch am Wochenende konkrete Namen nicht kommentieren. Man sei in den Verhandlungen schon „sehr weit. Wir werden sehr zeitnah eine Lösung präsentieren“, so die Aussage von Freund lediglich bei Sky. „Die Latte liegt hoch, es ist nicht so einfach einen richtigen Trainer zu finden, der diesen jetzigen Weg so weiterführen kann.“

Laut Laola1 gefällt ein Trainer mit Leipziger Vergangenheit in Salzburg nicht jedem. So soll am Rande des Spiels gegen Sturm Graz ein „Nein zu Marsch“-Banner im Stadion gehangen haben. Wegen vieler Transfers von Salzburg nach Leipzig in den vergangenen Jahren ist die Sicht von Teilen der Salzburger Fans auf Leipzig sehr negativ. Beim direkten Vergleich in der Europa League musste sich vor allem Ralf Rangnick deswegen Beschimpfungen anhören. Rangnick wird von einigen Anhängern in Österreich als Verantwortlicher für die Abwanderung vieler Salzburger Spieler gesehen.

Jesse Marsch mit zu viel Rangnick-Nähe?

Zuletzt hatte es unterschiedliche Signale zur Personalie Jesse Marsch gegeben. Der RB-Co-Trainer selbst hatte im RBlive-Interview seine Perspektive klar als Cheftrainer in Europa gesehen, aber auch klargemacht, dass es zwischen Klub und ihm passen muss, damit er diesen Schritt geht. Oliver Mintzlaff hatte im Gegensatz dazu verkündet, dass Marsch auch kommende Saison in Leipzig bleiben werde, man aber noch den Aufgabenbereich definieren müsse. Ralf Rangnick hatte wiederum erklärt, dass die Entscheidung über Marsch in Salzburg getroffen werden.

Zudem hatte es Irritationen gegeben, weil in Österreich behauptet wurde, dass ein Marsch-Wechsel von Leipzig nach Salzburg an Vorbehalten bei den Österreichern scheitern könnte. Demnach gäbe es Stimmen im Verein, die es kritisch sehen, dass mit Marsch ein Rangnick-Vertrauter nach Salzburg kommen könnte. „Rangnick hat mit Salzburg nichts zu tun. Darüber kann ich nur schmunzeln“, erklärte Freund zu diesen Theorien laut Laola1 mit einem Schmunzeln.

(RBlive/ mki)