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Kraft der Banane: Halstenberg verrät das Geheimnis seiner zwei Tore

Mann des Spiels gegen BMG: Marcel Halstenberg. Foto: Imago/siwe

Doppelpack, dazu die meisten Ballkontakte im Spiel – und über die Hälfte seiner Zweikampfe gewonnen: Marcel Halstenberg war ohne Zweifel der gefragteste Mann nach dem Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach.

Keiner hat Halstenberg auf dem Zettel

Der Linksverteidiger erzielte das erste Tor vom Elfmeterpunkt, nachdem ihn Patrick Herrmann zuvor von den Füßen geholt hatte (17.). Den zweiten Treffer markierte der 27-Jährige kurz nach der Pause nach einem Pass von Emil Forsberg (53.). Im Anschluss hatte er sogar noch die Chance auf seinen dritten Treffer, der Pfosten aber stand im Weg.

Im RB-Dress hat Halstenberg seit seinem Wechsel vor fast vier Jahren noch kein solches Spiel absolviert. Was zum einen an Ralf Rangnicks Taktik lag, der ihn gegen die Borussen in einer Fünferkette bei eigenem Ballbesitz in die Offensive geschickt hatte. Denn kaum ein Gladbacher hatte den Außenspieler auf dem Zettel. Und an seiner immer besser werdenden Form. „Von Spiel zu Spiel“, sagte der gebürtige Laatzer, „werde ich fitter und fühle mich wohler.“

„Ich hatte einen leeren Magen“

Herr Halstenberg, Ihr letzter Doppelpack datiert aus welchem Jahr?
Das weiß ich nicht, aber ich habe gesagt bekommen, dass ich mal einen in der B-Jugend von Hannover 96 erzielt habe.

Auf welcher Position?
Ich war früher Stürmer und hab‘ die Elf getragen. Irgendwann hat es aber nicht mehr für den Sturm gereicht, dann ging es immer weiter nach hinten übers Mittelfeld in die Innenverteidigung und jetzt links außen.

Vermutlich verlässt Timo Werner nach der Saison den Verein, es wird also eine Stelle im Sturm frei.
(lacht) Ich bleibe lieber da, wo ich bin. Da kann ich ja auch Tore machen, wie man sieht.

Den ersten Treffer haben sie vom Elfmeterpunkt erzielt, nachdem Sie selber gefoult wurden – und das vor dem doch recht wütenden Gladbacher Fanblock. Wie war das?
Das spornt natürlich an, wenn das ganze Stadion gegen einen ist. Ich hab gezeigt, dass ich eine kalte Schnauze habe. Ich war mir sicher, dass ich ihn unten rechts reinmache.

Sie haben nach dem zweiten Treffer eine Banane verspeist. Wo kam die her?
Die hat mir ein Betreuer gegeben.

Sie hatten Hunger?
(lacht) Tatsächlich. Ich hab kurz nach dem Wiederanpfiff gemerkt, dass ich doch einen leeren Magen habe. Dann habe ich die Bank gefragt, ob ich eine Banane haben könnte. Dass ich sie dann beim Torjubel bekam, war eine lustige Sache. Deswegen hatte ich eigentlich noch Kraft für das dritte Tor, der Pfosten hat’s verhindert.

Was bedeutet der Sieg gegen den Tabellenfünften für den Ausgang der Liga?
Das war ein sehr wichtiger Sieg, wir haben einen guten Schritt Richtung Champions League gemacht.

Das Ding ist doch durch, oder?
(lacht) Zehn Punkte Vorsprung sind ein gutes Polster.

(RBlive/aufgezeichnet in der Mixed Zone)