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Yussuf Poulsen: „Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe“

Yussuf Poulsen einst bei seinem ersten Pflichtspiel für RB Leipzig in der 3. Liga beim Halleschen FC im Juli 2013. (Foto: imago images / Picture Point)

Yussuf Poulsen einst bei seinem ersten Pflichtspiel für RB Leipzig in der 3. Liga beim Halleschen FC im Juli 2013. (Foto: imago images / Picture Point)

Yussuf Poulsen ist mit seinem bisherigen Karriereverlauf sehr zufrieden. „Ich bin sehr stolz auf das, was ich erreicht habe“, erklärt der Stürmer von RB Leipzig im Interview mit dem Kicker (Print).

In seiner Jugend sei er nicht der Spieler gewesen, „bei dem alle gesagt haben: Der wird Profi, der wird sich im Ausland behaupten können. Unseren Jahrgang haben sie in Dänemark den goldenen Jahrgang genannt, aber mich zählten sie nicht dazu. Ich war in der Truppe, aber auch nicht mehr. Und heute bin ich aus diesem Jahrgang der Spieler mit den meisten Einsätzen im A-Nationalteam“, begründet Yussuf Poulsen den Stolz auf seine Karriere.

Yussuf Poulsen bekommt Wettkampf- und Zweikampfhärte in 2. und 3. Liga

Eine positive Rolle habe auch gespielt, dass er sich mit RB Leipzig in unterklassigen Ligen durchsetzen musste. „Ohne die Jahre in der 3. und 2. Liga wäre ich ein anderer Spieler geworden. Jeder weiß, dass in unteren Ligen körperbetonter gespielt wird – und diese Form von Fußball bekommt man nicht mit, wenn man nicht gegen die Gegner spielt, gegen die wir damals gespielt haben.“ In diesen Spielen habe Yussuf Poulsen „gelernt, mich zu behaupten und härter in die Zweikämpfe zu gehen, auch wenn der Gegner zehn oder 15 Kilo schwerer ist.“

Acht Kilogramm an Muskeln hat Poulsen seitdem zugelegt. Er ist der Spieler bei RB Leipzig, der mit Abstand die meisten Zweikämpfe bestreitet. Mit 46% gewinnt er für einen Stürmer eine hohe Anzahl dieser Duelle. Mit wettbewerbsübergreifend 18 Toren ist Poulsen derzeit der beste RB-Angreifer.

Poulsen träumt bisher von nichts anderem als RB Leipzig

An einen Abschied von RB Leipzig denkt der 24-Jährige nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung nicht. „Ich konzentriere mich ganz darauf, was ich für mich und den Verein tun kann in der Zeit, die ich hier bin. Wenn ich irgendwann merke, das ich etwas Neues brauche, kann es sein, dass etwas Neues kommt. Aber so lange ich dieses Gefühl nicht habe, brauche ich auch nichts anderes.“

Inwieweit das auch für Timo Werner zutrifft, vermag Yussuf Poulsen nicht einzuschätzen. „Timo und ich, das ist eine super Partnerschaft, und ich wünsche mir natürlich, dass er hier bleibt. Aber es ist seine Entscheidung und seine Karriere. Er muss herausfinden, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel ist.“

RB will beim HSV den Einzug ins DFB-Pokalfinale klarmachen

Bevor irgendwelche Wechsel getätigt werden, steht aber erstmal der Saisonendspurt an. In der Bundesliga liegt RB als Dritter mit acht bzw. zehn Punkten Vorsprung auf die Plätze 4 und 5 sehr gut und steht kurz davor, in die Champions Leauge einzuziehen. Im DFB-Pokal soll im Spiel beim Hamburger SV am Dienstagabend das Finale klargemacht werden.

„Für jeden einzelnen Spieler wäre das eine sehr, sehr große Sache. Keiner von uns hat schon mal ein Pokalfinale in Deutschland erlebt. Es wäre meine erste Chance auf einen Titel“, meint Poulsen in Bezug auf die Chance, die sein Team in Hamburg hat. Aus dem Fenster lehnen will er sich bezüglich eines Einzugs ins Finale aber nicht. „Das ist ganz sicher kein Walk in the Park, wie man so schön auf Englisch sagt. Im Pokal passieren manchmal Sachen, die sieht man in den Ligaspielen so nicht.“

(RBlive/ mki)