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RB Leipzig will in bestmöglicher Besetzung und im höchsten Gang in die Champions League

Vorbericht von Matthias Kießling
Ralf Rangnick (li) und Christian Streich (re). Einer von beiden wird nach dem Spiel RB Leipzig gegen SC Freiburg wohl nicht mehr strahlen. (Foto: imago images / Sportfoto Rudel)

Ralf Rangnick (li) und Christian Streich (re). Einer von beiden wird nach dem Spiel RB Leipzig gegen SC Freiburg wohl nicht mehr strahlen. (Foto: imago images / Sportfoto Rudel)

RB Leipzig fehlt noch ein Dreier, um aus eigener Kraft auch rechnerisch alles klar zu machen in Richtung Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League. Diesen Dreier will man am Nachmittag mit aller Macht gegen den SC Freiburg einfahren (27.04.2019, 15.30 Uhr/ Sky).

RB Leipzig mit bestmöglicher Mannschaft gegen den SC Freiburg

Auf große Aufstellungsspielereien will Ralf Rangnick am 31. Spieltag aus diesem Grund verzichten. „Wir werden die bestmögliche Mannschaft gegen Freiburg aufstellen“, kündigte der Trainer von RB Leipzig an. Eine extra Schonung für Akteure wird es nicht geben. Erst nach einem Sieg gegen Freiburg würde RB die letzten drei Bundesligaspiele zu einer Art „Qualifying für das Pokalfinale“ ausrufen, die Spiele aber weiterhin mit allem Ernst angehen.

Gegen Freiburg geht es Ralf Rangnick dabei nicht zuvorderst um Wiedergutmachung für die 0:3-Niederlage in der Hinrunde beim SC. „Dort haben wir kein gutes Spiel gemacht“, stellt er fest. Entsprechend „haben wir noch was gut zu machen, aber in erster Linie geht es darum, mit den Fans den Einzug in die Champions League feiern zu können.“

Freiburg ist Leipzig läuferisch überlegen

Aus dem Hinspiel können man keine großen Rückschlüsse für das Rückspiel ziehen, weil sich vor allem RB seitdem weiterentwickelt hat und „stabiler“ geworden ist. Im Jahr 2019 holte Leipzig bereits 30 Punkte und damit in 13 Spielen nur einen weniger als in der Hinrunde in 17 Spielen. Freiburg dagegen steht bei nur elf Zählern im Jahr 2019, nachdem es in der Hinrunde noch 21 Punkte waren. Defensiv lässt das Team von Christian Streich trotz kompakter und aggressiver Defensive zu viele Großchancen zu, offensiv ist man trotz vorhandener spielerischer Qualitäten nicht mehr so durchschlagskräftig und schließt sehr oft von außerhalb des Strafraums, also aus ungünstigen Positionen ab. Dass Nils Petersen den Freiburgern derzeit verletzt fehlt, kommt erschwerend hinzu.

Eine einfache Sache wird es für RB Leipzig gegen den 13. der Bundesliga aber trotzdem nicht. Dafür steht schon allein die Laufbereitschaft der Freiburger. Mit rund 121 Kilometern pro Spiel spulen sie hinter Leverkusen die größte Strecke aller Bundesligisten ab. Das sind fast fünf Kilometer mehr als bei RB Leipzig, die dafür wesentlich mehr Sprints auf den Platz bringen. Janik Haberer und Amir Abrashi gehören zu den laufstärksten Spielern der Liga und sind entsprechend im Freiburger Mittelfeld schwer zu bespielen.

Ausverkaufte Red Bull Arena als zusätzlicher Ansporn für RB Leipzig

Von Abschenken will Freiburg-Coach Christian Streich trotz fünf siegloser Spiele hintereinander nichts wissen. „Wir fahren nicht dorthin, um im eigenen Sechzehner zu stehen und Schadensbegrenzung zu betreiben“, erklärt er vor der Partie. Man wolle mit einem Sieg aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen. Gleichzeitig gibt es Lob von Streich für die Arbeit gute Arbeit bei RB und die Entwicklung von Spielern. Zwar verfüge Leipzig über viel Geld und könne den Erfolg ein Stückweit planen, von allen stelle sich der Erfolg aber auch nicht ein. Es sei zudem gut, dass „eine Stadt im Osten in der Bundesliga vertreten und erfolgreich ist, weil wir noch genug Grenzen in unseren Köpfen haben“, bemerkt der Trainer der Gäste ganz grundsätzlich.

Verzichten muss Ralf Rangnick gegen Freiburg weiter auf Dayot Upamecano, Tyler Adams und Yvon Mvogo. Ansonsten sind alle Spieler dabei, die auch gegen den Hamburger SV zur Verfügung standen. Als zusätzlichen Mitspieler sieht der RB-Trainer die Anhänger des Klubs. „Wir spielen vor im Heimbereich ausverkauftem Haus und werden von unseren Fans noch mal richtig unterstützt“, so Rangnick und kündigte an, dass seine Mannschaft jetzt „keinen Gang runterschalten“ wird. Damit es am Ende des Samstagnachmittags den Einzug in die Champions League zu feiern gibt.