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Weiter Fragezeichen hinter der Zukunft von Ralf Rangnick – Krösche-Rolle noch unklar

Ralf Rangnick muss sich Gedanken über seine Zukunft machen. (Foto: imago images / Bernd König)

Ralf Rangnick muss sich Gedanken über seine Zukunft machen. (Foto: imago images / Bernd König)

Am vergangenen Freitag erst hatten verschiedene Medien gleichlautend getitelt, dass RB Leipzig mit Markus Krösche vom kurz vor dem Bundesligaaufstieg stehenden SC Paderborn einen Nachfolger für den zum FC Schalke 04 gewechselten Jochen Schneider als „Leiter Sport“ gefunden hat. 500.000 Euro standen als Ablöse im Raum. Kurz darauf dementierte der SC Paderborn diese Meldung. Am Sonntagabend folgte dem auch RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, der zwar den Namen Krösche nicht dementierte, aber erklärte, dass es noch keine Unterschrift mit irgendjemanden gibt. „Wir kommentieren erst Namen, wenn wir was unterschrieben haben“, fügte er bei Sky 90 hinzu.

Arbeitsbereich von Markus Krösche bei RB Leipzig hängt an Ralf Rangnick

Laut Kicker (Print) hängt eine Verpflichtung von Markus Krösche auch daran, dass noch unklar ist, wie sein Aufgabenfeld bei RB Leipzig definiert wäre. Eigentlich sollte Krösche an der Seite von Ralf Rangnick in der Schneider-Position in Leipzig arbeiten. Aufgrund der angeblich unklaren Zukunft von Ralf Rangnick sei aber auch denkbar, dass der 38-Jährige sofort als Sportdirektor bei RB anfängt, falls Rangnick sich beispielsweise auf die internationale Vernetzung des Klubs konzentriert.

Oliver Mintzlaff und Ralf Rangnick hatten am Wochenende gleichlautend ihren harmonischen und konstruktiven Austausch bezüglich der künftigen Aufgabenfelder im Verein betont, entsprechende Entscheidungen aber für die Zeit nach der Saison angekündigt. Schon vor einigen Wochen hatte Ralf Rangnick erklärt, sich künftig stärker auch um die Vernetzung mit den Standorten in Brasilien und New York kümmern zu wollen. Laut Kicker sieht Oliver Mintzlaff das kritisch, weil er gern einen Sportdirektor hätte, der sich ausschließlich um RB Leipzig kümmert.

UEFA als Bremser für Internationalisierer Ralf Rangnick?

Auch mögliche Einsprüche seitens der UEFA könnten einem globalen Rangnick-Engagment entgegenstehen, vermutet der Kicker. Diese werde es „kaum dulden“, dass ein RB-Leipzig-Mitarbeiter auch bei anderen Vereinen Verantwortung trägt. Dem widerspricht allerdings die Tatsache, dass der Einfluss der UEFA auf Europa beschränkt ist. Die Zusammenarbeit mit Vereinen jenseits der europäischen Grenzen ist eigentlich kein Bestandteil des UEFA-Regelwerks.

In der Vergangenheit hatte Oliver Mintzlaff aufgrund der Entflechtung mit Salzburg seinen Posten als Head of global Soccer Red Bull aufgegeben und sich nur auf den Geschäftsführerposten bei RB Leipzig konzentriert. Teil des Arbeitsbereiches der Geschäftsführung ist allerdings weiterhin der Geschäftsbereich der Internationalisierung. Dabei geht es unter anderem um die Vernetzung mit New York und CA Bragantino. Bei letzteren war Mintzlaff zuletzt auch bei den Übernahmeverhandlungen vor Ort. Aufgebaut werden sollen zudem Kooperationen nach China.

Im Geschäftsbereich der Vernetzung mit anderen Red-Bull-Klubs will Ralf Rangnick nun offenbar stärker aktiv werden. UEFA-Regularien sollten dafür prinzipiell kein Hindernis sein. Die Wünsche des Leipziger Geschäftsführers Oliver Minztlaff dürften da schon eine größere Rolle spielen. Öffentlich betonten Rangnick und Mintzlaff in den letzten Tagen deutlich ihren Willen zur weiteren Zusammenarbeit. Nun geht es dabei um die Ausgestaltung des künftigen Rangnick-Arbeitsbereiches.

(RBlive/ mki)