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Senkrechtstarter Konaté: „Rangnick behandelt mich wie ein Vater“

Ibrahima Konaté fühlt sich väterlich aufgehoben bei Ralf Rangnick und will TItel mit RB Leipzig. Foto: imago/Picture Point LE

Ibrahima Konaté fühlt sich väterlich aufgehoben bei Ralf Rangnick und will TItel mit RB Leipzig. Foto: imago/Picture Point LE

Mit seinen 19 Jahren ließ Ibrahima Konaté sogar den Traumeinstand von Dayot Upamecano bei RB Leipzig verblassen. In seiner zweiten Saison avancierte der junge Franzose zum Stammspieler. Beim Kicker (Montag) sprach er über Titel mit RB.

Konaté wieder gegen „ganz große Nummer“ Robert Lewandowski

Den ersten kann er bereits am Samstag holen, wenn er gegen die Bayern im Finale des DFB-Pokal aufläuft. Es ist zugleich sein 20. Geburtstag, den er nicht nur mit den Kollegen feiern wird. 45 Tickets musste er für seine Entourage frei machen. „Dieses Finale ist eine Riesensache für uns alle“, so Konaté. Ob er Nerven zeigt, wenn es in die letzten 90 Minuten geht? Man darf es bezweifeln, denn wenn den großgewachsenen Hünen etwas auszeichnet, ist es trotz seiner Jugendlichkeit die Ruhe am Ball. Das hat er mittlerweile schließlich schon in großen Spielen bewiesen, auch gegen die Bayern. „Lewandowski ist eine ganz große Nummer, er hat sehr viel erreicht und sehr viel Erfahrung. Gegen ihn zu spielen, ist eine große Herausforderung“, so Konaté über den Polen.

Sancho, Havertz, Ndicka: Keiner spielt soviel wie Konaté

Er hätte zu vielen Vereinen wechseln können, vor zwei Jahren, als er noch beim FC Sochaux spielte. Aber Ralf Rangnick und RB Leipzig beeindruckten ihn mit der Vereinsphilosophie – und enttäuschten ihn nicht. Seit Anfang November hat er alle Ligaspiele über 90 Minuten absolviert, war nur gegen Frankfurt gesperrt und wurde von Rangnick in Bremen geschont. „Er behandelt mich, wie ein Vater normalerweise seine Kinder behandelt. Wenn ich gut trainiere und es verdient habe, lässt er mich spielen. Wenn ich es nicht verdient habe, spiele ich nicht.“

Momentan hat er das wie kein zweiter U20-Profi der Liga. Mit 3582 Minuten liegt er vor Havertz (3496), Ndicka (3013), Sancho (2969) und Teamkollege Cunha (1960). In Leipzig gehört ihm die Zukunft. „RB ist ein Verein, mit dem noch sehr viel möglich ist!“, so Konaté. Sein Vertrag wurde in der Winterpause vorzeitig bis 2023 ausgedehnt.

„Es war klar, wie gut er sich mit seinem Potenzial bei uns entwickeln könnte“, zeigt sich Trainer Ralf Rangnick nicht überrascht von den Leistungen seines Innenverteidigers. Er „hat in dieser Saison noch einmal einen großen Entwicklungssprung gemacht und ist für sein Alter in seiner Persönlichkeitsentwicklung schon relativ weit, sehr klar im Kopf und ebenso professionell.“

(msc)