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Niederlage im DFB-Pokalfinale: Wer war Spieler des Spiels?

RB Leipzig vor dem Pokalfinale beim FC Bayern München. (Foto: imago images / Joachim Sielski)

RB Leipzig vor dem Pokalfinale beim FC Bayern München. (Foto: imago images / Joachim Sielski)

Zum ganz großen Wurf hat es nicht gereicht. Beim 0:3 im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München verpasste RB Leipzig den ersten nationalen Titel der Vereinsgeschichte. Vor allem in der ersten Stunde war das Rangnick-Team dem deutschen Meister auf Augenhöhe begegnet, scheiterte aber bei Großchancen an Manuel Neuer und der Latte. In der letzten halben Stunde geriet der Sieg der Münchener nicht mehr in Gefahr und sorgten zwei weitere Gegentore für den letztlich zu klaren FCB-Sieg.

Gulacsi hält im Tor von RB Leipzig sieben Schüsse und kassiert trotzdem drei Tore

Peter Gulacsi war im RB-Tor angesichts des Endergebnisses nicht der spielentscheidende Mann. Bei allen drei Toren war der Ungar chancenlos. Mit gleich sieben Paraden sorgte aber er vor allem in der Schlussphase dafür, dass RB Leipzig nicht noch komplett abgeschossen wurde.

Vor Gulacsi zeigte Ibrahima Konaté vor allem wegen einiger Dribblings eine sehr auffällige Leistung. Eine Großchance von Emil Forsberg bereitete er Anfang der zweiten Halbzeit mit einem perfekten Pass in die Tiefe vor. Bei einer Großchance von  Kingsley Coman rettete er Ende der ersten Halbzeit noch mit dem Kopf. Zwar war die Aktion anschließend wegen Abseits zurückgepfiffen worden. Aber ein mögliches Tor wäre vom Videoassistenten nachträglich anerkannt worden, weil die Abseitsentscheidung falsch war.

Mittelfeldzentrale bleibt gegen Bayern München ohne Wirkung

In der Mittelfeldzentrale hatten es Kevin Kampl und Tyler Adams gegen Thiago und Javi Martinez sehr schwer und blieben beide bei Zweikampfquoten von unter 36 bzw. 31 Prozent und zusammen nur einer Torschussvorlage und zwei Torschüssen eher unauffällig. Marcel Halstenberg spielte auf der linken Seite eine gewohnt gute, zweikampfstarke Partie. In der Offensive konnten sich Emil Forsberg, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen und Timo Werner stärker in Szene setzen als noch in den Bundesligaduellen, scheiterten aber bei Großchancen an Neuer oder Abwehrbeinen oder waren mit ihren Abschlüssen zu ungefährlich (Sabitzer).

Der Kicker (Print) sah auf RB-Seite Peter Gulacsi als den Spieler des Spiels und attestierte auch Konaté, Adams und Poulsen ordentliche Leistungen. Auf Bayern-Seite bekamen Robert Lewandowski und Manuel Neuer beide eine glatte 1. Sie waren die beiden Spieler, die den Unterschied zu RB Leipzig machten. Lewandowski schoss zwei blitzsaubere Tore, von denen vor allem das 1:0 wichtig und aus einer sehr schwierigen Position erzielt war. Manuel Neuer sorgte mit zwei unglaublichen Paraden und als sehr sicherer Mitspieler am Ball dafür, dass die Null stand.

(RBlive/ mki)