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RB zahlt 19 Millionen Euro für Spielerberater: Bundesligisten legen Zahlen offen

Die Bundesligisten haben ihre Finanzkennzahlen veröffentlicht. Foto: imago/foto2press

Die Bundesligisten haben ihre Finanzkennzahlen veröffentlicht. Foto: imago/foto2press

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch erstmals die Finanzkennzahlen für das Jahr 2018 von allen 36 Clubs aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga veröffentlicht. Darauf hatten sich die Vereine im Dezember mit einer Zweidrittelmehrheit geeinigt, um für mehr Transparenz zu sorgen.

RB Leipzig greift finanziell oben an

Die zuletzt veröffentlichte Bilanz der RasenBallsport GmbH des Geschäftsjahres 2017 wies neben einem Rekordumsatz (stieg um 82 Prozent auf 217,3 Millionen Euro) auch Rekordschulden (stiegen um 44 Prozent auf auf 164 Millionen Euro) aus. Diese Verbindlichkeiten sanken im Geschäftsjahr 2018, das nun gemeinsam mit den übrigen Vereinen veröffentlicht wurde, auf 153 Millionen Euro. Nur der FC Schalke 04, FC Bayern München und VfL Wolfsburg verzeichnen höhere Schulden. Der Umsatz stieg dementsprechend auf 245,2 Millionen Euro, eine Steigerung um rund 13 Prozent. Hier liegen nur Dortmund, Bayern, Schalke, Leverkusen und Wolfsburg vor den Sachsen. RB Leipzig hat in der Saison 2017/2018 nach Steuern einen Gewinn von 5,16 Millionen Euro erzielt.

Missverhältnis zwischen Finanzen und sportlichem Ergebnis

Der VfL Wolfsburg hatte demnach beim Ergebnis nach Steuern mit 19,7 Millionen Euro den höchsten Verlust und zudem die dritthöchsten Personalkosten aller Bundesligisten, belegte aber dennoch nur Rang 16. „Uns ist bewusst, dass diese Zahl nicht gering ist und nicht einhergegangen ist mit dem sportlichen Erfolg. Wir hatten einen Kader, der für einen Relegationsplatz zu teuer war“, sagte VfL-Finanzgeschäftsführer Tim Schumacher am Mittwoch.

BVB zahlt mehr an Spielerberater, als Freiburg an seine Spieler

Die Ausgaben für Spielerberater weisen die Vereine gesondert aus. RB Leipzig (19,5 Millionen Euro) kommt hier hinter Borussia Dortmund (40,9 Mio. Euro), Bayer Leverkusen (22,6 Mio. Euro), FC Bayern München (22,3 Mio. Euro) und VfL Wolfsburg (21,6 Mio. Euro) auf Platz fünf. Der BVB hat damit eine höhere Summe zu verweisen als Ligarivale SC Freiburg beim kompletten Personalaufwand. Der Kicker ruft dazu den Gesetzgeber auf den Plan.

(mit dpa)