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Vom Range-Rover-Verbot bis zum Pokal-Dreierpack: Rekordtorschütze Frahn über seine RB-Zeit

Daniel Frahn spielte fünf Jahre für RB Leipzig und ist immer noch Rekordtorschütze. Foto: imago/Picture Point LE

Daniel Frahn spielte fünf Jahre für RB Leipzig und ist immer noch Rekordtorschütze. Foto: imago/Picture Point LE

Daniel Frahn bleibt Rekordtorschütze bei RB Leipzig, zumindest noch für eine Spielzeit. Der Ex-RBLer sprach jetzt bei der Bild-Zeitung über seine fünf Jahre in Leipzig und seine Pläne nach der Karriere.

Tino Vogel holt Daniel Frahn – und muss gehen

2010 kam der damals 23-jährige Potsdamer in die Messestadt, wo noch Regionalligafußball gespielt wurde. Daher war er gar nicht so heiß auf den Wechsel, denn mit seinem Heimatclub SV Babelsberg hatte er gerade erst die Aufstieg in die dritte Liga geschafft. Überzeugt habe ihn vor allem der damalige RB-Coach Trainer Tino Vogel, außerdem ging auch Teamkollege Stefan Kutschke (der später via VfL Wolfsburg und FC Nürnberg beim FC Ingolstadt landete) nach Leipzig. Unmittelbar nach dem Wechsel erlebte Frahn allerdings, wie der Profifußball tickt. „Drei Tage später stand in der Zeitung, dass Tino Vogel gehen muss und Tomas Oral kommt. Das war schon etwas komisch. Ich kannte ja nur Babelsberg und meine heile Welt.“

Frahn: „Es ging zeitweise wenig um Fußball“

Mit dem neuen Trainer Thomas Oral und seinen Regeln wurde er nicht warm. „Ich durfte nicht mehr mit dem Auto zum Training kommen, weil Herr Oral meinte, dass ich junger Kerl keinen Range Rover fahren darf. Es ging zeitweise wenig um Fußball, sondern mehr um irgendwelche Motivations-Armbänder.“ Dennoch traf er in seiner ersten Saison 16 mal das Tor und Thomas Oral war nach seiner ersten Spielzeit schnell wieder RB-Geschichte. Es folgten 26 Frahn-Tore 2011/12, 20 Tore und 10 Assist in der Saison 2012/13 und schließlich 19 Tore und 6 Vorlagen in der 3. Liga 2013/14.

 

Zu Ende ging sein Weg unter Alexander Zorniger in der 2. Liga, wo er in der Hinrunde nur noch drei Treffer beisteuerte und die Kapitänsbinde verlor. „Alex Zorniger hat mich zu sich geholt und gemeint, Ralf Rangnick will im Winter drei Nationalspieler holen. Er sagte: Was das für dich heißt, weißt du ja.“ Frahn gibt zu, er habe damit professioneller umgehen müssen, denn seinen Frust ließ er umgehend raus. Heute spielt er in Chemnitz wieder in der 3. Liga und gewann gerade erst den Sachsenpokal im Spiel gegen den FSV Zwickau.

Ex-RBler zwischen Trainerbank und JVA?

Einen zweiten Anlauf in den Profifußball könnte der 32-Jährige als Trainer starten, denn 2020 will er dazu die Ausbildung absolvieren. Das ist aber nicht sein einziges Ziel. „Ich könnte mir vorstellen, eine Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten zu machen. Das machen Freunde von mir, das hört sich spannend an“, sagt Frahn.

(msc)