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Oliver Mintzlaff: „DFL hatte keinerlei Einwände gegen die Kooperation“

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei RB Leipzig. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer bei RB Leipzig. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Als deutlich zu hoch gehängt empfindet Oliver Mintzlaff die Debatten um eine Kooperation mit dem SC Paderborn. „Nach Rücksprache beider Clubs mit der DFL hatte diese keinerlei Einwände gegen die Kooperation“, erklärt der Geschäftsführer von RB Leipzig in einem Interview mit der LVZ (Print).

Es gehe bei der Zusammenarbeit um Themen „sportlicher und inhaltlicher Natur“ und vor allem um den Austausch von „Expertise im Bereich Spieler- und Traineraus- und Fortbildung“. Zu möglichen Spielerleihen gibt es noch keine konkreten Ideen. Man habe sich selbst nach dem Aufstieg in die Bundesliga mit Klubs wie Hoffenheim, Leverkusen oder Bayern ausgetauscht. Ähnlich sei das auch jetzt mit Paderborn auf der Ebene des Wissenstransfers geplant.

Oliver Mintzlaff Richtung Red Aces: „Sollen doch bitte daheimbleiben“

Auf die harsche Kritik der RB-Fangruppe Red Aces antwortet Mintzlaff deutlich. „Wenn es einzelne Gruppierungen gibt, die sich bei uns gequält fühlen, dann sollen diese doch bitte daheimbleiben. Wir haben eine riesige Fan-Basis, zwingen niemanden, in unser Stadion zu kommen.“ Man habe „die klarste DNA der Bundesliga“, worauf „viele Fachleute und Großteile der Bevölkerung anerkennend“ schauen.

Noch keinen neuen Sachstand gibt es in Bezug auf Chefscout Paul Mitchell. Mit dem möchte RB Leipzig weiter verlängern. Allerdings steht auch zur Debatte, dass Mitchell künftig im globalen Maßstab für Red Bull und unter Ralf Rangnick arbeitet. Bis kommenden Januar will man zudem vier hauptamtliche Fanbetreuer beschäftigen. Aktuell sucht der Klub weiter nach einem Leiter der Fanbetreuung.

RB Leipzig will wieder in die Champions League

Für die kommende Saison gibt Oliver Mintzlaff das Ziel der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb aus. „Idealerweise“ sei das die Champions League. Gehaltstechnisch bewege sich der Klub schließlich inzwischen auf dem Niveau der besten fünf Klubs der Liga, was auch zu veränderten Zielsetzungen führt. „Dellen“ gehören aber im Sport auch dazu. „Wenn wir mal Sechster oder Achter werden, werden wir nicht alles auf links ziehen.“ Auch ins DFB-Pokalfinale nach Berlin wolle man „schnell zurückkommen“.

Seine eigene Zukunft sieht Oliver Mintzlaff weiter bei RB Leipzig. Dort habe er in Sachen Stadionausbau, Nachwuchsarbeit oder Bau einer Geschäftsstelle auch neben sportlichen Dingen noch viele Ziele. „Allerdings sehe ich mich in dieser Funktion nicht in Rente gehen. Denn irgendwann braucht es frischen Wind und einen neuen Geschäftsführer. Aber irgendwann ist nicht morgen oder ‪übermorgen.“

(RBlive/ mki)