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Anja Mittag: Mit den RB-Frauen „zunächst“ in die 2. Bundesliga

Mit RB Leipzig ill Anja Mittag in die 2. Bundesliga aufsteigen. Foto: imago/Bildbyran

Mit RB Leipzig ill Anja Mittag in die 2. Bundesliga aufsteigen. Foto: imago/Bildbyran

Mit der Verpflichtung von Anja Mittag für die Frauenmannschaft hat RB Leipzig einen echten Coup gelandet. Im Interview mit der Freien Presse spricht die Ex-Nationalspielerin über ihre Karriere und den neuen Job.

Anja Mittag: „Okay, dass ich jetzt Zuschauerin bin“

Zur Zeit verfolgt sie selbstverständlich die WM der Frauenauswahl, für die sie selbst lange aktiv war. Auch wenn ihre Nichtnominierung von 2011 sie immer noch schmerzt, sie ist gerne auch live dabei. „Klar denkt man schon mal daran, wie cool es immer war, dabei zu sein. Aber es ist okay, dass ich jetzt Zuschauerin bin“, so Mittag. Als Spielerin war sie für Turbine Potsdam, VfL Wolfsburg, Paris St. Germain und zuletzt für den FC Rosengarden aktiv.

Dort gab sie kürzlich ihr vorzeitiges Karriereende bekannt, nicht nur, weil ihre Motivation schwand. „Mein Vertrag wäre nach dieser Saison sowieso ausgelaufen. Aber diese geht in der schwedischen Liga noch bis November, das war mir einfach zu lang. Gleichzeitig gab es dieses reizvolle Angebot von RB Leipzig“, erklärte sie. In ihrer zweiten Heimat Schweden wurde sie emotional verabschiedet, jetzt ist sie wieder näher an ihrer Geburtsstadt Chemnitz.

RB Leipzigs Frauen wollen „zunächst“ in die 2. Liga

Möglich wurde das Engagement bei RB über Katja Greulich, zu der sie öfter schon Kontakt hatte. „Anfangs witzelten wir mehr über diese Möglichkeit. Irgendwann wurde es ernster.“ Jetzt steht sie auf der Gehaltsliste von RB Leipzig und soll die Frauenmannschaft endlich in höhere Sphären führen. Als Individualtrainerin, Analystin – und auch als Spielerin: „Es kommt mir sehr entgegen, dass ich weiter aktiv spielen kann. Das Team, das jetzt noch in der Regionalliga ist, visiert höhere Ziele an, zunächst die 2. Bundesliga.“

Langfristig will RB das Team im Oberhaus sehen, da machen sich ein Olympiasieg, drei Europameisterschaften und ein Weltmeistertitel im Portfolio gerade recht. „Die Bedingungen, das Umfeld sind für den Frauenfußball vergleichsweise sehr gut“, so Mittag. „Und es ist sicher kein Nachteil, dass ich mit Viola Odebrecht, der neuen Sportlichen Leiterin für den Frauenbereich, früher in Potsdam und in der Auswahl gemeinsam gespielt habe.“

(msc)