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Zauberfuß mit Begleiterscheinungen: Hasenhüttl über Keita

Ralph Hasenhüttl mit Naby Keita bei RB Leipzig. Foto: imago/Jan Huebner

Ralph Hasenhüttl mit Naby Keita bei RB Leipzig. Foto: imago/Jan Huebner

Seit Ende 2018 sind Ralph Hasenhüttl und Naby Keita zumindest wieder in derselben Liga. Der Ex-RB-Coach erinnert sich bei der Bild-Zeitung an einen der besten unter seinen Spielern. Der Guineer, vor einem Jahr endgültig auf die Insel gewechselt, hatte in seiner Zeit bei RB viel Licht und einige Schatten.

Hasenhüttl: „Keita war einer der besten Spieler, die ich je hatte“

Der Ruf seiner fantastischen Anlagen eilte ihm jedenfalls schon voraus, als Hasenhüttl 2016 seinen Dienst antrat. „Ich habe nach meinem Wechsel nach Leipzig von allen Seiten gehört, dass Naby ein überragender Spieler ist“, so sein Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl, der ihn vorher nur von Videos kannte. „Er war einer der besten Spieler, die ich trainiert habe.“ Zugleich betont der Österreicher, was auch Keitas neuem Coach Jürgen Klopp wohl schon aufgefallen ist: Ein ganz leichter Charakter war Keita nie.

Dabei ging es nie darum, dass er wie beispielsweise Jean-Kevin Augustin, Nordi Mukiele oder auch Dayot Upmecano mal die strengen RB-Regeln nicht so ernst nahmen. Sondern eigentlich immer um den eigenen Druck. Durch den habe er ganz zu Beginn Startschwierigkeiten gehabt, erzählt Hasenhüttl, wenn auch nicht so wie in Liverpool.

Viel Druck, ein Weltstar zu werden

Anschließend erregte er auch durch übermotivierte Aktionen wie das Trainingsfoul gegen Diego Demme oder seine Kartensammlung Aufmerksamkeit – oder auch durch gefälschte Führerscheine. „Im zweiten Jahr war er nicht mehr so frei. Er war sehr fokussiert, hat sich manchmal aber einen zu großen Druck gemacht, dass er gut sein muss“, sagt Hasenhüttl. So soll er dem Bericht nach auch während des Trainings mal geweint haben. Der ansonsten sehr ruhige und zurückgezogene Keita weiß eben, dass er nicht nur für sich selbst spielt, sondern für seine ganze Familie, die er auch nach Leipzig geholt hatte.

(msc)