Seite neu laden

Lukas Klostermann vor EM-Finale: „Ich weiß, wie bitter eine Niederlage sein kann“

Hatte so seine Probleme gegen Rumänien (und Florinel Coman): Lukas Klostermann. Foto: Imago/ZUMA Press

Leipzigs Teilnehmer am EM-Finale der U21-Junioren in Italien, Lukas Klostermann, hat an das verlorene Endspiel um Gold bei den Olympischen Spielen in Rio vor drei Jahren erinnert und in Bezug auf eine mögliche Pleite gegen Spanien gesagt: „Ich weiß, dass es extrem bitter sein kann, wenn man in einem großen Turnier so weit kommt, und es dann kurz vor der Ziellinie nicht schafft.“

Kuntz: „Ich bin ein bißchen ruhiger als 2017“

Der 23-Jährige, der sich Hoffnungen macht, als einer von drei möglichen Über-23-Jährigen auch an den Spielen in Tokio im kommenden Jahr teilnehmen zu können, ist Stammspieler im Kader von Trainer Stefan Kuntz, der Gegner Spanien „ein bisschen mehr in der Favoritenrolle“ sieht. „Aber das interessiert uns nicht, wenn wir schon hier sind, möchten wir auch den Titel holen“, sagte der Nationalcoach vor dem Finale am Sonntag (20.45 Uhr/ARD) in Udine. Er persönlich sei „ein bisschen ruhiger“ als vor dem EM-Endspiel 2017, das die DFB-Elf vor exakt zwei Jahren mit 1:0 gegen Spanien gewonnen hatte. Den Gegner erwartet Kuntz „sehr spielstark. Sie wollen immer ihr Spiel durchbringen.“

Kuntz lobte seine Schützlinge, die bei dem Turnier bewiesen hätten, „dass sie sich vor niemandem verstecken müssen“. Für die Zukunft sieht der 56-Jährige auch bei einigen seiner aktuellen Spieler Chancen in der A-Nationalelf. „Auch wenn von 2017 nicht sofort so viele Spieler nach oben geschossen sind, glaube ich schon, dass hier sehr viel Potenzial liegt“, sagte er.

Bundestrainer Joachim Löw wird das Finale am Sonntag live im Stadion verfolgen. „Natürlich ist das für uns Spieler auch ein Zeichen, dass wir mit unseren Leistungen auf uns aufmerksam gemacht haben, dass es auch honoriert wird“, sagte Lukas Klostermann. „Natürlich pusht das einen für das Spiel.“ Klostermann hat bislang alle vier Spiele komplett bestritten und ist neben Jonathan Tah der einzige Akteur im deutschen U21-Kader, der auch schon für die A-Elf gespielt hat. (RBlive/dpa)