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Helmut Groß: „RB Leipzig nimmt Vorreiterrolle in der Bundesliga ein“

Helmut Groß macht sich um die Zukunft von RB Leipzig keine Sorgen. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Helmut Groß macht sich um die Zukunft von RB Leipzig keine Sorgen. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Seit Anfang Juli ist nicht nur Ralf Rangnick nicht mehr Teil des Tagesgeschäftes von RB Leipzig, sondern auch dessen Mentor und Berater Helmut Groß kein Leipziger Angestellter mehr. Wie auch Nachwuchschef Frieder Schrof ist Groß in den Ruhestand gegangen.

Für Helmut Groß ist RB Leipzig ein Schiff in ruhigem Hafen

Dass gleich drei prägende Köpfe den Verein im Sommer verlassen haben, sieht der 72-Jährige nicht als problematisch an. „Man muss sich trotzdem keine Gedanken um RB Leipzig machen. Das Schiff liegt in ruhigem Hafen, die neue Besatzung ist hoch qualifiziert“, erklärt er im Interview mit der LVZ. Unter Ralf Rangnick seien „in allen Bereichen gute und lernwillige Leute geholt worden. Das alles geht nicht verloren. Die Philosophie ist verfestigt in den Köpfen, in der DNA von RB Leipzig.“

Das soll auch unter Neu-Trainer Julian Nagelsmann so bleiben. Den hält Helmut Groß für einen „Top-Trainer, ein guter und sehr intelligenter Typ. Er kann einen Gegner gut lesen, erkennt und nutzt die bespielbaren Räume.“ Dass Nagelsmann das Problem der fehlenden defensiven Stabilität in Hoffenheim erkannt hat und angehen wird, davon geht Groß aus.

RB Leipzig als Bundesliga-Vorreiter?

„RB Leipzig nimmt auf jeden Fall eine Vorreiterrolle in der Bundesliga ein“, glaubt Helmut Groß mit Blick auf Training, Infrastruktur und sonstige Abläufe im sportlichen Bereich. „Dass alles am Laufen gehalten werden muss, ist klar. Vieles verändert sich rasend schnell, da muss man immer online sein, Trends erkennen, Trends setzen, aber nie hinterherhetzen. Stillstand ist Rückschritt.“

Die größten Entwicklungspotenziale im Fußball macht Helmut Groß dabei im Kopf der Fußballer aus. „Handlungsschnelligkeit ist das A und O“, beschreibt er, dass Spieler auf immer engeren Räumen und in immer schnellerer Zeit Entscheidungen treffen müssen. Das trainiere man, indem man Spielsituationen auf die Spitze treibt und „kontrolliertes Chaos“ simuliert. Auch Julian Nagelsmann beschrieb sich einst als Trainer, der seine Spieler im Training lieber überfordert, um bessere Lerneffekte zu erzielen.

(RBlive/ mki)