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Julian Nagelsmann nach Testpleite: „Es waren teilweise gute Ansätze dabei“

Vom Cottaweg berichtet Matthias Kießling
Julian Nagelsmann sah eine 1:4-Niederlage von RB Leipzig gegen Zürich. Auch Ralf Rangnick wohnte der Niederlage bei. (Foto:imago images / Picture Point LE)

Julian Nagelsmann sah eine 1:4-Niederlage von RB Leipzig gegen Zürich. Auch Ralf Rangnick wohnte der Niederlage bei. (Foto:imago images / Picture Point LE)

Mit 1:4 verlor RB Leipzig das erste Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison gegen den FC Zürich. Trotz der deutlichen Niederlage war Trainer Julian Nagelsmann nicht komplett unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

„Das Ergebnis ist nicht so wie wir uns das vorgestellt haben“, gestand er nach der Partie, sah das Resultat aber auch als „sekundär“ an. Die Niederlage erkläre sich auch dadurch, dass man unter der Woche sehr viele Einheiten absolviert hatte und in der Formation viele Nachwuchsspieler standen. Für diese sei es eine „gute Erfahrung“ gewesen. Beim einen oder anderen habe man aber „gesehen, dass sie aus der U17 hochkommen“. Vor allem vor der Pause wirkte die mit vielen Nachwuchsspielern besetzte Defensivzentrale von RB Leipzig häufig überfordert.

Konterabsicherung ein Problem bei RB Leipzig

Probleme habe seine Mannschaft vor allem in der Kontersicherung gehabt. „In der ersten Halbzeit zu viele simple Ballverluste in der Spieleröffnung und dann zu große Abstände. Da haben wir zu offen gestanden.“ Kontersicherung sei allerdings in der ersten Woche auch noch kein Trainingsschwerpunkt gewesen. Zudem sehe man vor allem bei defensiven Umschaltmomenten, wie schwer die Beine seien. Die Partie gegen Zürich werde man am Montag analysieren und dann die entsprechenden Erkenntnisse auch in der zweiten Trainingswoche im Trainingslager in Seefeld umsetzen.

„Wir wollten Dinge, die wir im Training probiert habe, auch umsetzen. Da waren teilweise gute Ansätze dabei“, war Julian Nagelsmann jenseits der Niederlage gegen Zürich mit seiner Mannschaft nicht komplett unzufrieden. „Der Wille war da, die Dinge umzusetzen, die wir sehen wollten. Es wäre aber ein Wunder, wenn nach sechs Einheiten alles passt.“ Mit der zweiten Halbzeit, sei er „ganz zufrieden“ gewesen. Da hätte man das Ergebnis mit ein, zwei Toren mehr auch freundlicher gestalten können. Vor der Pause war Kevin Kampl sehr auffällig und deutete Neuzugang Luan Candido seine fußballerischen Qualitäten an. Nach der Pause kam durch viele Profis in der Zentrale allgemein mehr Offensivdruck in die Partie. Auch Joscha Wosz präsentierte sich auf der rechten Seite auffällig.

Julian Nagelsmann testet gegen die Gewohnheit bereits in Woche eins

Lob hatte Nagelsmann für den FC Zürich parat, die bereits in einer Woche mit dem ersten Pflichtspiel in die neue Saison starten. Die „können sehr gut kontern. Das haben sie sehr gut gemacht. Da waren sie spritziger und hatten viel Personal“, lobte er einen „sehr guten, giftigen Gegner“. RB Leipzig testet in der Vorbereitung nur gegen Erstligisten. Allerdings „mache ich normalerweise in der ersten Woche keinen Test, um den Jungs mehr Zeit zu geben, aber wegen der verkürzten Vorbereitung war es nicht anders möglich“, erklärte Nagelsmann, der trotzdem von einem „guten Test“ sprach.

Kleinere Sorgenfalten gab es wegen Verletzungen von Nordi Mukiele, der nach längerer Behandlung wieder zurück aufs Feld kam und Dennis Borkowski, der in der zweiten Halbzeit nach einem Zusammenprall mit dem Gästekeeper ausgewechselt werden musste. Diesbezüglich gab Nagelsmann vorerst Entwarnung. „Das sind kleine Blessuren, aber nichts weltbewegendes und normaler Verschleiß nach so einer Traningswoche.“