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Julian Nagelsmann: „Viele sind in der Lage, die Bayern zu fordern“

Julian Nagelsmann will mit RB Leipzig die Bayern angreifen. Foto: imago/Picture Point

Am trainingsfreien Montag stand für Julian Nagelsmann ein Besuch beim Internationalen Trainerkongress (ITK) in Kassel an. Der neue RB-Coach sprach dort auch über die kommende Saison.

Nagelsmann erwartet „ausgeglichenste Saison seit langem“

Im Kampf um den deutschen Meistertitel erwartet Julian Nagelsmann keinen Alleingang von Rekordchampion FC Bayern München. „Ich glaube, es wird eine der ausgeglichensten Bundesligasaisons seit langem“, sagte der Trainer des Vorjahresdritten RB Leipzig am Montag am Rande des Internationalen Trainerkongresses in Kassel. „Es gibt viele interessante Teams, die in der Lage sind, die Bayern zu fordern.“

Ob es einer Mannschaft gelinge, die seit sieben Jahren anhaltende Titel-Dominanz der Bayern zu beenden, werde jedoch in erster Linie von den Münchnern abhängen – „wie gut sie in die Saison reinkommen, wie stabil sie sind, wie wenig Verletzungen sie haben“. Wichtig für die Liga sei, dass die Verfolger wie Borussia Dortmund, RB Leipzig oder auch Bayer Leverkusen „alle versuchen, ambitioniert zu sein, damit es spannend wird“, erklärte der 32-Jährige.

Nur ein Leistungsloch bei Hoffenheim statt Überforderung

Auch aus der eigenen Trainerarbeit gab Nagelsmann ein paar Dinge preis. „Die Mannschaft hat meine Anpassungen vorletzte Saison sehr schnell umgesetzt. Letzte Saison nicht“, entgegnete er einer Nachfrage aus dem Publikum zu seinen vielen taktischen Wechseln. Auch in Leipzig hat man gemerkt, dass der neue Trainer noch mehr Flexibilität fordert. Die anwesenden Zuschauern klärte er auch über seine Leitlinien als Trainer auf. Und er verriet, dass er mit einem eigenen Coach an seinem Spannungsfeld arbeitet.

RB Leipzig will wieder in der Top-Gruppe landen

Mit seinem neuen Team will der im Sommer von der TSG 1899 Hoffenheim gekommene RB-Coach auf jeden Fall oben mitmischen. „Wir wollen nicht weniger erfolgreich sein als in den vergangenen Jahren“, bekräftigte Nagelsmann. In der vergangenen Saison waren die von der Konkurrenz hoch gehandelten Sachsen in der Fußball-Bundesliga Dritter geworden und erstmals ins DFB-Pokalfinale eingezogen.

Zu der Veranstaltung des Bund Deutscher Fußballehrer (BDFL), die in diesem Jahr zum 62. mal stattfindet, kommen regelmäßig um die 1.000 Trainer zusammen. Dabei geht es ums Netzwerken und den Erfahrungsaustausch, aber auch um Praktisches. Denn die Teilnahme am Kongress bedeutet für jeden Inhaber der A-Lizenz 20 Lerneinheiten, die ansonsten innerhalb von drei Jahren zur Erhaltung des Papiers zu absolvieren sind.

(dpa/msc)