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Union gewinnt letztes Testspiel vor dem Bundesligastart gegen RB Leipzig – Debatten um Stimmungsboykott

Sebastian Polter traf beim letzten Test vor dem Spiel gegen RB Leipzig doppelt für Union Berlin. (Foto: imago images / Matthias Koch)

Sebastian Polter traf beim letzten Test vor dem Spiel gegen RB Leipzig doppelt für Union Berlin. (Foto: imago images / Matthias Koch)

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin hat das letzte Testspiel vor seiner Premiere im Oberhaus gewonnen. Der Aufsteiger in die Bundesliga besiegte am Montag den Regionalliga-Aufsteiger Lichtenberg 47 mit 4:1 (2:0). Vor 2418 Zuschauern in Berlin-Lichtenberg erzielten Anthony Ujah in der 22. Minute und Sebastian Polter (41.) die Treffer vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel trafen erneut Ujah (53.) und Polter in der 72. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter. David Hollwitz gelang in der 68. Minute ebenfalls per Foulstrafstoß der Ehrentreffer.

Union Berlin gibt allen Akteuren des Kaders vor dem Bundesligastart Spielzeit

Union-Trainer Urs Fischer gab einen Tag nach dem 6:0-Erfolg in der ersten DFB-Pokalrunde beim Regionalligisten Germania Halberstadt bis auf Ujah, der in Halberstadt nach einer Stunde eingewechselt worden war, den Spielern Einsatzzeit, die am Sonntag nicht auf dem Platz gestanden hatten.

So hütete der wechselwillige Torhüter Jakob Busk in der ersten Hälfte den Kasten, im zweiten Spielabschnitt kam Moritz Nicolas zum Einsatz. Die Innenverteidigung bildeten der im Pokal gesperrte Marvin Friedrich und Neuzugang Neven Subotic. Der Einsatz der beiden Profis gab Coach Fischer die Gewissheit, dass er im Hinblick auf die Partie am Sonntag gegen RB Leipzig auf beide Verteidiger zurückgreifen kann.

Debatten um Stimmungsboykott wegen RB Leipzig begleiten den Start in die Bundesliga

Während es sportlich vor dem Start in die erste Bundesligasaison rund läuft, sorgt der angekündigte Stimmungsboykott der Union-Fans für die ersten 15 Minuten des Spiels gegen RB Leipzig für Wirbel. Union-Keeper Rafal Gikiewicz hatte sich zuletzt gegen den Boykott gewandt. „Es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen“, hatte er bei Instagram erklärt.

Die Berliner Fangruppe „Wuhlesyndikat“ hatte zuvor mit Unterstützung der Mehrheit der Union-Fangruppen zum Boykott aufgerufen. „Mitbestimmung, Treue, Stehplätzen, Emotionen, Financial Fairplay, Tradition, Transparenz, Leidenschaft, Geschichten, Unabhängigkeit und Ehrenamt. Wie wir alle wissen, sind das Werte, die vom Konstrukt aus Leipzig mit Füßen getreten werden”, hieß es in dem Aufruf. „Daher gilt auch weiterhin: ein Spiel gegen Leipzig ist nicht wie jedes andere.“

(dpa/ RBlive)