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Union Berlin vor dem Bundesligastart: Enormer Konkurrenzkampf

Bei Union Berlin herrscht auf dem Trainingsplatz dichtes Gedränge. (Foto: imago images / Matthias Koch)

Bei Union Berlin herrscht auf dem Trainingsplatz dichtes Gedränge. (Foto: imago images / Matthias Koch)

Es bleibt spannend, der Aufstellungspoker bei den Eisernen läuft weiter. Auch kurz vor der Premiere in der Fußball-Bundesliga hält Trainer Urs Fischer bei Neuling 1. FC Union die Konkurrenz um die Startelf-Plätze offen. „Der Konkurrenzkampf wird uns als Mannschaft guttun“, sagte Vizekapitän Marvin Friedrich drei Tage vor der Auftakt-Partie der Berliner am Sonntag (18.00 Uhr) gegen RB Leipzig vor heimischer Kulisse.

Der Innenverteidiger selbst ist eine Option für einen Wechsel in der ersten Elf. Beim DFB-Pokalspiel bei Viertligist Germania Halberstadt (6:0) hatte Friedrich noch wegen einer Gelb-Rot-Sperre aus der Pokal-Vorsaison gefehlt. Nun dürfte er Michael Parensen in der zentralen Abwehr verdrängen.

Union Berlin trainiert mit 31 Spielern

Am Donnerstag hatte Fischer beim frühen Training 31 der 33 Spieler dabei, die beim Aufsteiger im Kader stehen. Nur der 17 Jahre alte Laurenz Dehl, der noch zur Schule geht, und Florian Hübner (28) fehlten. Der Innenverteidiger steht nach einer Knieverletzung noch im Aufbautraining. Der Schweizer Chefcoach ließ in zwei Gruppen trainieren, gestattete dabei aber keine Einblicke in seine Aufstellungspläne für die Partie gegen Leipzig.

Die Vorfreude auf den Auftakt im Oberhaus ist groß bei den Eisernen. „Die Anspannung steigt. Ich freue mich darauf, in der Alten Försterei Bundesliga zu spielen“, sagte Friedrich: „Für mich ist das kein Kaltstart. Ich bin gut im Training drin.“ Spielpraxis bekam Friedrich trotz der Sperre. Am Montag war er im Test bei Lichtenberg 47 (4:1) 76 Minuten lang zum Einsatz gekommen.

Urs Fischer muss verschiedene Kaderfragen klären

Auf der linken Abwehrseite kämpfen weiter Christopher Lenz und Routinier Ken Reichel um den Vorzug. Im Pokal hatte Lenz gespielt und sein erstes Pflichtspiel-Tor für Union erzielt. Restlos zufrieden aber war Fischer mit ihm nicht. „Er hat vor allem in der Vorwärtsbewegung ein gutes Spiel gemacht. Es gab aber auch den einen oder anderen Rumpler auf dem Weg zurück“, bemerkte der Trainer.

Im rechten Mittelfeld offenbarte in Halberstadt Neuzugang Sheraldo Becker einige Defizite. Auch weil dem niederländischen Neuzugang von ADO Den Haag der Raum fehlte, seine Sprintstärke zu nutzen. Seinen Platz auf einer der beiden offensiven Außenbahnen könnte auch Joshua Mees übernehmen. Im Angriff dürfte hingegen erneut Sebastian Andersson den Vorzug vor Anthony Ujah und Sebastian Polter bekommen. Ujah war in Halberstadt für Andersson eingewechselt worden. Beide erzielten jeweils einen Treffer.

(dpa)