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Poulsen widerspricht Sabitzer: Für Titelgewinn braucht es nicht zwingend Erfahrung

Yussuf Poulsen sieht Erfahrung nicht als entscheidendes Kriterium für einen Titelgewinn an. (Foto: imago images / opokupix)

Yussuf Poulsen sieht Erfahrung nicht als entscheidendes Kriterium für einen Titelgewinn an. (Foto: imago images / opokupix)

Yussuf Poulsen sieht Erfahrung nicht als entscheidendes Element, um im Fußball einen Titel zu gewinnen. „Um kontinuierlich um Titel mitzuspielen, braucht es vielleicht Erfahrung. Aber um über Niveau zu spielen und einen Titel einmalig zu holen, braucht es das nicht unbedingt“, erklärt der Stürmer von RB Leipzig gegenüber der BILD. Dortmund habe letzte Saison nur mit Pech trotz junger Mannschaft die Meisterschaft verpasst.

Die Mannschaft werde zudem automatisch immer erfahrener. „Wir haben einen Kern von Spielern im Alter von 25 bis 27 Jahre. Die werden in den nächsten Jahren zu den älteren Spielern zählen. Ich bin also eher weniger für Erfahrung kaufen, sondern Erfahrung natürlich wachsen lassen.“

Marcel Sabitzer wünscht sich erfahrene Neuzugänge bei RB Leipzig

Im Gegensatz dazu hat RB-Offensivmann Marcel Sabitzer in der Vergangenheit wiederholt erklärt, dass man erfahrene Spieler ins Team holen müsse, wenn man Titel gewinnen wolle. „Wenn du ganz nach oben willst oder auch mal einen Pokal gewinnen möchtest, ist es hilfreich, auch den einen oder anderen routinierten Spieler an Bord zu holen“, erklärte der Österreicher Anfang August im Kicker.

Im Juli hatte er sich gegenüber der LVZ ganz ähnlich geäußert: „Ich glaube schon, dass uns ein, zwei gestandene Profis gut zu Gesicht stehen würden, auch wenn wir in den letzten Jahren schon gereift und erfahrener geworden sind. Bei den Bayern oder beim BVB spielen auch ein paar routinierte Spieler. Da wo die sind, wollen wir ja hin. Gerade in engen Spielen wie in einem Pokal-Endspiel braucht es einen Tick Erfahrung.

Oliver Mintzlaff auf einer Linie mit Yussuf Poulsen

Oliver Mintzlaff hat den Ansichten von Marcel Sabitzer erst kürzlich im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung erneut widersprochen. „Unsere Strategie, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, ist die richtige. Wir kaufen nicht nur jung, um wieder zu verkaufen. Sondern wir versuchen die Spieler zu halten, damit sie eben Erfahrung aufbauen und einen langen Weg mit uns gehen.“

Als bestes Beispiel sieht der Geschäftsführer von RB Leipzig Marcel Sabitzer selbst. „Er ist jetzt auch schon eine Weile bei uns und hat viel an Erfahrung gesammelt. Das ist ja keine Frage des Alters, sondern wie früh ich wie oft auf welchem Niveau spiele. Wir bleiben deshalb bei unserer Philosophie, ohne dass wir ganz kategorisch sagen: Das ist die Altersgrenze! Wenn es einen Topspieler gibt, von dem der Trainer, der Sportdirektor und die Scouts sagen, dass er uns hilft und er ist 25 oder 26 Jahre alt, so wie das bei Kevin Kampl der Fall war, dann verpflichten wir ihn.“

(RBlive/ mki)