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Stimmungsboykott bei Union-Spiel: Markus Krösche kritisiert mangelnde Fairness

Markus Krösche war mit dem Stimmungsboykott der Union-Fans eher semi-zufrieden. (Foto: imago images / opokupix)

Markus Krösche war mit dem Stimmungsboykott der Union-Fans eher semi-zufrieden. (Foto: imago images / opokupix)

Markus Krösche hat den Stimmungsboykott beim Spiel zwischen Union Berlin und RB Leipzig kritisiert. „Aus Union-Sicht gesehen war das eigentlich ein Tag zum Feiern und dann macht man einen Stimmungsboykott wegen dem Gastverein“, erklärte der Sportdirektor am Donnerstag-Abend auf einer LVZ-Veranstaltung und sah darin auch fehlenden Respekt gegenüber seinem Klub. „Das ist unfair gegen uns. Es geht um Fairplay, es geht um Sport. Da gehört es dazu, dass man jeden Gast würdigt und fair behandelt.“

Markus Krösche empfindet Auftreten von Union-Offiziellen als „nicht optimal“

„Nicht optimal“ empfand er auch die Aussagen von Vereinsverantwortlichen von Union Berlin im Umfeld des ersten Spiels der Saison. „Aber das ist nicht meine Baustelle. Wir haben gewonnen, das war das Entscheidende. Wir werden unseren Weg weitergehen.“

Wie schon bei den Aufeinandertreffen in der zweiten Liga hatten die Anhänger von Union Berlin in den ersten 15 Minuten des Spiels aus Protest gegen RB Leipzig geschwiegen. Im Umfeld des Vereins wurde im Vorfeld vor allem über die Wahl des Protestmittels diskutiert. Teile der Anänger und Teile der Mannschaft wünschten sich gerade beim historischen ersten Spiel in der Bundesliga von Anfang an Stimmung. Letztlich präsentierte sich der Anhang im Stadion im Stimmungsboykott allerdings vereint. Zuvor hatte Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit am Stadionmikrofon auch noch mal für den Stimmungsboykott geworben.

RB Leipzig will auf guter Basis aufbauen und künftig Titel gewinnen

Für die Zukunft von RB Leipzig formulierte Markus Krösche bei der LVZ-Veranstaltung „Titel“ als Ziel. Da sei er sich mit Julian Nagelsmann einig. Allerdings wolle er dafür weder einen Zeitrahmen, noch einen speziellen Titel vorgeben. „Wir haben die vielleicht spannendste Mannschaft der Bundesliga mit großem Potenzial und ein sehr gutes Trainerteam. Die Basis, die Rangnick und Mintzlaff gelegt haben, ist sehr gut“, machte Krösche klar, dass die Vereins des Vereins sehr gute sind.

Deshalb sei es auch „sehr schlau von Julian Nagelsmann“ gewesen, dass er sich für Leipzig und nicht für große Klubs wie Real Madrid entschieden hat. „Die Spieler wurden bei RB nach einer Philosophie geholt und sind Puzzleteile, die zueinander passen. Mit seinen Fähigkeiten kann Nagelsmann die Jungs weiterentwickeln und selber den nächsten Schritt machen“, begründete Markus Krösche seine Ansicht.

(RBlive/ mki)