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Plötzlich zweite Reihe? Was plant Nagelsmann mit Emil Forsberg und Amadou Haidara?

Emil Forsberg (linksaußen) und Amadou Haidara (Zweiter von rechts) im Wechselspielermodus. Foto: Imago/Picture Point LE

Wie zu Beginn jeder Saison gibt es Gewinner und Verlierer des Neustarts in die Meisterschaft. Bei RB Leipzig sind dies Diego Demme auf der Sechs, der vom Ausfall des US-Amerikaners Tyler Adams (Adduktoren) profitiert, und Emil Forsberg sowie Amadou Haidara, die in den Startelfplänen des Trainers bislang keine Rolle spielten.

Kandidaten für die Startelf?

Zugegeben, nach zwei Spieltagen mit der DFB-Pokalpartie in Osnabrück (3:2) und dem Liga-Auftakt bei Union Berlin (4:0) davon zu reden, dass die zwei Profis ihre Plätze in der Anfangsformation verloren hätten, ist verfrüht, zumal Julian Nagelsmann vor dem Spiel am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) erklärte: „Emil ist ein Kandidat für die Startelf, das Gleiche gilt für Dudu (Spitzname von Haidara, Anm. d. Red.), aber ich habe mich noch nicht entschieden.“

Fakt ist aber auch: Es ist kaum ersichtlich, wer für die beiden weichen soll. Forsberg und Haidara sind im offensiven Mittelfeld zu Hause, das beim Vorjahresdritten proportional überbesetzt ist. Mit Marcel Sabitzer und Kevin Kampl ist die erste Reihe – wie gegen Union Berlin – gerade bestens ausgestattet. Dahinter hat sich ebenfalls Zugang Christopher Nkunku in Stellung gebracht, dem Nagelsmann eine gute Form bescheinigt.

Bei Forsberg liegt die Rückversetzung ins zweite Glied an einer hartnäckigen Fuß- und Achillessehnen-Verletzung, die ihn einen guten Teil der Vorbereitung außer Gefecht gesetzt hat. Er kam bis dato nur gegen Berlin für 17 Minuten zum Einsatz. Haidara wiederum hat einen Großteil der Vorbereitung durch seine Teilnahme am Afrika Cup verpasst. Der Malier stieg erst eine Woche vor dem Pokalspiel ins Training ein.

35 Minuten gegen Osnabrück, 17 gegen Union

Speziell zu Haidara sagte Nagelsmann: „Wir haben auf den Positionen gerade sehr viele Spieler, die gut drauf sind. Von dem her ist das keine Entscheidunge gegen die beiden, sondern für andere. Dudu war auch noch lange beim Afrika Cup.“ Aber „er ist ein wichtiger Spieler für uns, den ich immer sehr gern habe spielen sehen“. Nagelsmann versprach ihm deshalb: „Er wird seine Zeiten bekommen und darf mich gerne zwingen, ihn aufzustellen.“

Haidara, 21, war vergangenen Winter aus Salzburg zu RB gewechselt, hatte aber einen Kreuzbandriss mitgebracht, der ihn sechs Spieltage außer Gefecht setzte. Bis zum Ende der Saison stand er neun Mal im Kader, spielte vier Mal von Beginn an und wurde fünf Mal eingewechselt. Sein erster Einsatz in dieser Saison bestand aus 35 Minuten gegen Osnabrück.

Auch Forsberg hat vorige Spielzeit Partien wegen einer Verletzung an der Leiste verpasst, elf an der Zahl. Sonst aber gehörte er weitgehend zum Stamm. Er spielte 22 Partien, 14 davon von Beginn an. Sechs Mal war er Wechselspieler. (RBlive/mhe)