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„Glück gehabt“: Nagelsmann von Frankfurt überrascht und trotzdem siegreich

Julian Nagelsmann hatte Eintracht Frankfurt anders erwartet. Und freute sich dennoch über einen Sieg. Foto:imago/Picture Point LE

Julian Nagelsmann hatte Eintracht Frankfurt anders erwartet. Und freute sich dennoch über einen Sieg. Foto:imago/Picture Point LE

Nach dem Spiel von RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt gratulierte Adi Hütter Julian Nagelsmann zum Sieg, war aber stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. Der RB-Coach gab das Lob zurück an den Österreicher, denn der hatte den Taktiker in Nagelsmann am Sonntag schon ein wenig überlistet.

RB hat lange weniger vom Spiel, aber mehr vom Ergebnis

„Wir haben auch Glück gehabt“, bezog Nagelsmann auf die große Chance von Filip Kostic nach einem eigenen Konter, der aus spitzem Winkel knapp scheiterte. Die Aussage stand exemplarisch für das Spiel. Denn über weite Strecken war RB im Verwaltungsmodus zwar erfolgreich, aber hatte sich eigentlich etwas anderes vorgenommen. Das sah auch Yussuf Poulsen so, der das sehenswerte 2:0 erzielt hatte. „Viele Sachen hätten wir besser machen können. Wir haben sie falsch eingeschätzt. Das haben wir zu langsam erkannt und umgesetzt.“ Nach der Führung durch Werner nahm sich RB aber immer weiter aus dem Spiel. „Wir hatten dann weniger Ballaktionen und keinen Zugriff gekriegt“, analysierte Nagelsmann.

Frankfurt verzichtet auf lange Bälle

Woran das lag? Das Trainerteam hatte vor der Partie mit einer anderen Spielanlage der Frankfurter gerechnet. „Wenn man die letzten Spiele zwischen Eintracht und RB gesehen hat, waren es viele lange Bälle“, erklärte der RB-Coach. Daher hatte er die Außenverteidiger geschult, „nicht zu aktiv“ einzugreifen, damit die Adlerträger seine Kette nicht überchipt bekommen.

Auch nach dem 1:0: „Wir haben dann überlegt, auf ein 4-4-2 zu gehen und höher zu verteidigen, aber ich hatte befürchtet, dass es lange nur ein Tor Vorsprung bleibt und lange Bälle reinsegeln. Da wollte ich den fünften Abwehrspieler hinten drin lassen.“ Am Sonntag waren diese Bälle aber Mangelware und RB kam damit häufig nicht ganz zurecht. Auch der Anschlusstreffer fiel, weil sich Chandler außen glücklich gegen Halstenberg durchsetzen konnte.

(RBlive/msc)