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„Negativste Seite meines Berufs”: Nagelsmann leidet bei der Kadernominierung

„Spieler temporär enttäuschen”: RB-Trainer Julian Nagelsmann (Foto: imago/Picture Point LE).

„Spieler temporär traurig machen”: RB-Trainer Julian Nagelsmann (Foto: imago/Picture Point LE).

Julian Nagelsmann hat am Freitag die Qual der Wahl. Bis auf die Langzeitverletzten hat er für das Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach erstmals in dieser Saison alle Spieler zur Verfügung. Das ist erfreulich, bedeutet aber auch: Drei Feldspieler dürfen gar nicht erst mit an den Niederrhein fliegen; die acht Feldspieler, die auf der Bank sitzen, müssen auf Einwechslungen hoffen.

Nagelsmann bekannte nun, wie schwer es ihm schwer fällt, seine Spieler zu enttäuschen. „Das ist die negativste Seite meines Berufes, dass man sehr viele Spieler temporär traurig machen und ihnen sagen muss, dass es leider nicht gereicht hat für den Kader oder die erste Elf”, so der 32-Jährige. „Da bin ich als Moderator gefragt, die Spieler sind gefragt, mit dem Frust umgehen zu können und ihre Lehren daraus zu ziehen.”

Nagelsmann über Spielerfrust: „Das muss man aushalten”

Nagelsmann weiß, dass er „im Kopf der Spieler dafür verantwortlich gemacht wird”, dass die nicht zum Einsatz kommen. „Das muss man aushalten. Das ist ein professioneller Sport. Die Spieler bekommen ihr Geld auch, wenn sie nicht spielen. Das ist ein kleiner Trost, den sie haben.”

Um seine Entscheidungen nachvollziehbarer für die Akteure zu machen, fragt er sie bisweilen, wen sie ihrer statt draußen gelassen hätten. „Wenn dann keine Antwort kommt, weil die Lösung schwer ist, merken die Spieler ganz schnell, wie kompliziert ein Trainerjob manchmal sein kann.” Die Leiden des jungen Nagelsmann. (RBlive/ukr)