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„In Zukunft noch besser”: RB hat schon den FC Bayern im Kopf

Aus Mönchengladbach berichtet Ullrich Kroemer
„Das beste der drei Saisonspiele”: Trainer Julian Nagelsmann bejubelt das 1:0 von Timo Werner (Foto: imago/Team 2).

„Das beste der drei Saisonspiele”: Trainer Julian Nagelsmann bejubelt das 1:0 von Timo Werner (Foto: imago/Team 2).

Wenn es nach Willi Orban ginge, könnte RB Leipzig gut und gern auf die Länderspielpause verzichten. „Wir hätten gern weitergespielt, weil wir gerade in einen Flow gekommen sind”, sagte der RB-Kapitän. „Mit drei Siegen und neun Punkten haben wir einen perfekten Start hingelegt.”

Nach dem 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach hätten Leipzigs Akteure ihre Serie am liebsten ohne Unterbrechung fortgesetzt. Das Topspiel gegen den FC Bayern München in 14 Tagen war bereits kurz nach Abpfiff in den Köpfen der Akteure. „Das Spiel gegen Bayern ist richtungsweisend”, sagte Stürmer Timo Werner. „Wenn wir da was mitnehmen können, kann das durch die ganze Saison tragen.” Sollte Rasenballsport gegen Bayern punkten, wäre das Team zweifellos ein ernsthafter Titelkandidat. Zumal mit einem Werner in Topform.

So artikulierte auch Orban schon seine Vorfreude auf das frühe Gipfeltreffen: „Wir freuen uns jetzt schon. Es ist noch ein bisschen Zeit, aber es wird ein Topspiel zuhause. Es wird ausverkauft sein und eine interessante Partie.”

Kapitän Willi Orban: „Schritt nach vorn”

Mut machte dem Spielführer nicht nur der Sieg gegen Gladbach und die Tore von Goalgetter Werner, sondern auch die bis auf die Anfangsviertelstunde und Schlussphase souveräne Vorstellung. „Die Art und Weise war heute nochmal ein Schritt nach vorn”, sagte Orban. „Wir haben bei Ballbesitz einiges besser gemacht. Das war heute einen Tick besser. Deswegen nehmen wir auch ein sehr gutes Gefühl mit.”

Konkret nannte der Abwehrspieler Variabilität und Balance im Spiel. „Wir haben einen guten lockenden Ballbesitz von hinten herausgespielt, aber auch mal das Spielfeld überspielt mit langen Bällen. So war es unglaublich schwer für den Gegner, Zugriff auf unser Spiel zu bekommen”, analysierte der Pfälzer.

Doch sowohl die Spieler als auch Trainer Julian Nagelsmann legten Wert darauf zu betonen, dass trotz der optimalen Punkteausbeute und der steilen Lernkurve noch reichlich Entwicklungspotenzial im Team vorhanden ist – taktisch ebenso wie individuell. „Das sind noch lange keine 100 Prozent. Das wäre vermessen, wenn man das jetzt schon erwarten würde. Das ist der nächste Step”, so Orban.

Julian Nagelsmann: „Sind noch lange nicht am Ende”

Und auch Nagelsmann kündigte an: „Wir sind noch lange nicht am Ende. Aber heute hatten wir das beste der drei Saisonspiele mit vielen Dingen, die in die richtige Richtung gehen”, sagte der Bayer. Und: „Wir freuen uns darauf, wenn es in Zukunft noch besser wird.” Durchaus eine Ansage in Richtung der Konkurrenz.

Doch Nagelsmann forderte auch weiterhin Geduld ein, da ihm bewusst sei, dass RB in den drei Ligaspielen bislang auch „Spielglück” hatte. „Ich erzähle nicht das blaue vom Himmel, sondern wir hatten auch gegen Union und Frankfurt Phasen, in denen die Gegner ihre Tore nicht gemacht und wir im Gegenzug getroffen haben.” (RBlive)