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Von Thomas Fritz

"Macht deutlich weniger Spaß" RB-Stadionsprecher Thoelke leidet unter Geisterspielen

Allein auf weiter Flur: RB-Stadionsprecher Tim Thoelke in der Red-Bull-Arena.

Allein auf weiter Flur: RB-Stadionsprecher Tim Thoelke in der Red-Bull-Arena.

Er ist die Stimme im Stadion von RB Leipzig, bringt in seinem roten Sakko normalerweise die Fans in Stimmung und findet die Geisterspiele - wenig überraschend - richtig frustrierend. "Es fühlt sich ein bisschen so an, wie den Spielern beim Training zuzugucken", brichtet RB-Stadionsprecher Tim Thoelke im Interview mit dem Sportbuzzer. Auch sein Pendent beim SC DHfK Leipzig, Sascha Röser, hat sich darin über die Arbeit unter Corona-Bedingungen geäußert. 

Thoelke wird häufiger von traurigen Fans angespochen, die sagen, dass sie gerne wieder im Stadion wären."Ich glaube, ehrlich gesagt, dass es vor dem Fernseher zur Zeit fast interessanter ist, weil du zumindest einen Kommentator hast". In manchen Situationen sei wirklich absolute Ruhe im Stadion, so Thoelke. "Das ist sehr merkwürdig."

"Eine kleine Katastrophe"

Als Privileg, noch in der Red-Bull-Arena sein zu dürfen, empfindet Thoelke seinen Job aktuell nicht. "Es ist eine kleine Katastrophe ohne die Zuschauer. Mir macht es deutlich weniger Spaß", gibt der 48-Jährige, der auch als Musiker, DJ und Moderator arbeitet, zu. Als zu Saisonbeginn noch 8.000 Fans in das frühere Zentralstadion durften, war es für ihn "eine ganz andere Liga, denn die waren richtig laut" und hatten "unglaublich Bock, da zu sein." Mit steigenden Inzidenzzahlen folgte der komplette Ausschluss der Anhänger - bis heute.

Auch inhaltich hat sich seine Arbeit deutlich verändert. Thoelke muss keine Vornamen ins Mikrofon rufen und erwarten, dass jemand den Nachnamen erwidert. "Es ist eine ganz andere Art des Stadionsprechens, es ist viel sachlicher geworden." Der gebürtige Hannoveraner fragt sich inzwischen häufiger, für wen "diese Show eigentlich noch ist".

Tim Thoelke: Arbeit hat "ganz andere Intensität"

Wobei: Ganz alleine ist Thoelke ja nicht, wenn er die Spieler vorm Anpfiff vorstellt. Es gibt die Ordner in den Rängen, Journalisten auf der Tribüne und die Ersatzspieler, die schon zur Bank gegangen sind. "Für die mache ich das jetzt." Das habe aber eine ganz andere Intensität, gibt RB Leipzigs Stadionsprecher zu. "Da bin ich längst nicht bei 100 Prozent."