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von Matthias Kießling

RB Leipzigs neue Effizienz: mit wenig Torschüssen zu vielen Toren

Insbesondere Timo Werner steht für die neue Effizienz bei RB Leipzig.

Insbesondere Timo Werner steht für die neue Effizienz bei RB Leipzig.
Copyright: imago images / MIS

13 Tore hat RB Leipzig in bisher fünf Spielen in der Bundesliga geschossen. Vor allem auswärts ist man mit zehn Treffern sehr erfolgreich. Im Schnitt haben die Bundesligisten bisher 7,7 Tore erzielt. Lediglich Bayern und Dortmund sind mit 16 bzw. 15 Toren noch treffsicherer als RB.

  • Bayern: 16 Tore
  • Dortmund: 15 Tore
  • Leipzig: 13 Tore

RB Leipzig schießt unterdurchschnittlich oft Richtung Tor

Erstaunlich vor allem, dass RB für die 13 Tore nur 66 Schüsse in Richtung gegnerisches Tor brauchte. Im Schnitt schoss jede Mannschaft in fünf Spielen insgesamt 68mal aufs Tor. Die Topwerte haben Bayern, Mönchengladbach und Bremen mit 84 bzw. 81 und 80 Torschüssen.

Entsprechend ist RB Leipzig eines der effizientesten Teams der Liga. 19,7% aller Torschüsse bzw. jeder fünfte Schuss in Richtung gegnerisches Tor ist auch ein Treffer. Nur Dortmund ist noch ein kleines bisschen effizienter und verwandelt 20,0% aller Torschüsse zu einem Tor.

  • Dortmund: 20,0% aller Torschüsse werden zum Tor
  • Leipzig: 19,7% aller Torschüsse werden zum Tor
  • Bayern: 19,0% aller Torschüsse werden zum Tor

Letzte Saison war RB noch die Mannschaft mit den zweitmeisten Torschüssen der Liga. Mit Frankfurt, Dortmund, Leverkusen, Wolfsburg und Bayern verwandelten allerdings gleich fünf Teams ihre Torschüsse besser. Bei RB waren es unter Ralf Rangnick 12,7% aller Torschüsse.

RB Leipzig hat mehr Großchancen als jedes andere Team

Dass Leipzig unter Nagelsmann sehr viel effizienter agiert als in der Vorsaison, liegt unter anderem daran, dass man aus deutlich besseren Positionen abschließt. Während man insgesamt mit 66 Torschüssen nur einen unterdurchschnittlichen Wert aufweist, konnte man sich schon 19 Großchancen erspielen, mehr als jedes andere Team der Liga. Großchancen sind Chancen, bei denen ein Spieler frei vor dem gegnerischen Torhüter zum Abschluss kommt.

Mehr als jeder vierte Torabschluss bei RB Leipzig ist eine Großchance. Mit Abstand ist das Verhältnis zwischen normalen/guten und sehr guten Torabschlüssen bei keinem anderen Team so gut wie bei RB. Letzte Saison war ’nur‘ jeder fünfte Torschuss eine Großchance. Auch ein mögliches Zeichen dafür, dass das geduldigere Spiel unter Nagelsmann sich auszuzahlen beginnt. Während unter Rangnick im Offensivspiel noch meist die Devise ‚Geschwindigkeit geht vor Genauigkeit‘ lautete, hat sich unter Nagelsmann die Passquote deutlich verbessert, weil stärker Wert darauf gelegt wird, den Ball nicht so leicht wieder zu verlieren.

  • Leipzig: 19 Großchancen – 28,8% aller Torschüsse
  • Dortmund: 17 Großchancen – 22,7% aller Torschüsse
  • Bayern: 15 Großchancen – 17,9% aller Torschüsse

Werner und Sabitzer treffen häufiger als im Vorjahr

Für die neue Effizienz bei RB Leipzig stehen bisher insbesondere Timo Werner und Marcel Sabitzer. Beide hatten in der Vorsaison so ihre Mühe, aus Torchancen auch Tor zu machen. Timo Werner brauchte in der Bundesliga 6,7 Schüsse pro Tor, Marcel Sabitzer gleich 16. In der aktuellen Spielzeit machte Timo Werner bisher mit jedem vierten Schuss ein Tor und steht bei bereits fünf Treffern. Marcel Sabitzer steht bei zwei Toren und brauchte dafür insgesamt zwölf Schüsse, also nur noch sechs pro Tor.

Der Österreicher ist allerdings untypisch für die neue RB-Qualität des tornahen Abschlusses. Wie schon letzte Saison schließt Sabitzer sehr häufig von außerhalb des Strafraums ab, also aus Positionen, die keine Großchance mit sich bringen. Nur vier der zwölf Torschüsse kamen von innerhalb des Sechzehners. Es trägt dann aber auch zur Effizienz bei, wenn er wie in Bremen einen Freistoß aus 20 Metern direkt versenkt.

Laut Understat-xG-Statistik hatte Sabitzer in seinen bisherigen Spielen Chancen für 1,1 Tore. Mit bereits zwei Treffern hat er also mehr aus seinen Chancen gemacht, als ein durchschnittlicher Bundesligaspieler das tun würde. Am anderen Ende der RB-Skala liegt Christopher Nkunku. Der traf bisher erst einmal, hätte aber Chancen für 2,64 Tore gehabt. Den Franzosen muss Nagelsmann also auf den neuen effizienten RB-Stil erst noch einschwören.



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