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von Martin Henkel

Willi Orban im Interview (Teil 1): „Die Alte Försterei ist sensationell!“

Im Gespräch mit RBlive: Willi Orban.

Im Gespräch mit RBlive: Willi Orban.
Copyright: Roger Petzsche

Mascarpone ist nicht drin im Nachschlag, den Willi Orban mit auf die Terrasse der Nobelherberge von RB Leipzig in Mösern bringt. Aber muss nicht jeder wissen, was da unter den Früchten in der Schale liegt. Nur soviel: Orban braucht es, um seine Enregiedepots aufzufüllen. Die macht der neue Trainer nämlich ordentlich leer.

„Wir haben eine hohe Galligkeit“

Unter Julian Nagelsmann werden die Karten für die Startelf zum Saisonstart neu gemischt. Und der Abwehrchef und Noch-Kapitän will vorn dabei sein. Einen Stammplatz, wie in der vergangenen Rückrunde, hat er nämlich nicht sicher. Oder?

Herr Orban, wie bewerten Sie Ihre Chancen, das erste Saisonspiel bei Union Berlin auf dem Feld zu erleben?
Der Trainer stellt nach Leistungsprinzip auf – und ich fühle mich gut. Ich stehe absolut im Saft und habe ja in der Rückrunde ganz gute Leistungen gezeigt.

Union Berlin hatte sich für das erste Bundesligaheimspiel der Vereinsgeschichte gewünscht, nicht auf RB zu treffen. Die Begründung lautete: Andere Themen würden die Partie dann überschatten. Wie sehen Sie das?
Ich kann nur für mich sprechen. Die Alte Försterei ist sensationell, wir haben in der zweiten Liga ja schon gegen Union gespielt. Drei Stehtribünen, tollte Stimmung, das wird richtig laut. Auf so ein Spiel kann man sich eigentlich nur freuen.

Wie ist Ihr erster Eindruck von Julian Nagelsmann?
Er ist genauso, wie ich ihn aus dem Fernsehen kannte. Ein sehr intelligenter Mensch und Trainer, mit einer sehr coolen Art.

Orban erwartet einen häufigen Wechsel der Systeme

Der Neue hat vor seinem ersten Training in der Kabine zur Mannschaft gesprochen. Was hat er mit Ihnen vor?
Er hat gemeint, dass wir als Team eine hohe Galligkeit haben, gerade im Spiel gegen den Ball. Dass wir das beibehalten sollen und dass er uns ein paar Dinge im Spiel mit dem Ball mitgeben wird.

Lange Ballbesitzphasen galten bislang als Tabu in Leipzig. Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl hat es vor zwei Saisons mal ausprobiert – und ist weitgehend gescheitert. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass es dieses Mal klappt?
Weil wir bereit sind für den nächsten Schritt. Wenn wir in den Spielen schnell sehen, dass es uns hilft, erfolgreicher zu sein, dann kommt auch die Sicherheit dazu.

Warum hat es damals nicht funktioniert?
Wir befanden uns bereits in den englischen Wochen, da war keine Zeit mehr zum Einüben.

Was wird sich bei Ballbesitz für Sie ändern?
Wir werden deutlich variabler sein und in der Abwehr öfter zwischen Dreier- und Viererkette wechseln. Unabhängig davon bleibt unsere Basis aber das Pressing. So wenig Tore wie möglich zuzulassen, ist die oberste Voraussetzung.

Hoffenheim unter Nagelsmann hatte in der vergangenen Saison 52 Gegentreffer kassiert, RB unter Rangnick 29. Machen Sie sich Sorgen?
(lacht) Ich denke, dass wir uns finden werden.

Willi Orban: „Wir wollen an die Spitze“

Als Sie vor vier Jahren von Kaiserslautern nach Leipzig gewechselt sind, haben Sie das vor allem wegen Ralf Rangnick getan. Ihr Ex-Trainer und -Sportdirektor hat den Verein mittlerweile aber verlassen. Was bedeutet das für Sie?
Er ist ja nicht ganz aus der Welt, auch wenn er im Tagesgeschäft nicht mehr aktiv ist. Ich weiß, dass ich jederzeit zu ihm kommen kann, wenn ich etwas brauche. Aber in erster Linie bin ich Profi und schaue, ob es uns als Mannschaft gutgeht. Und so wie wir jetzt aufgestellt sind, kann ich das bejahen. Wir haben ja keine Kompetenz verloren, sondern neue hinzubekommen.

Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz meinte kürzlich, RB werde unter Nagelsmann in spätestens drei Jahren um die Meisterschaft mitspielen. Teilen Sie seinen Optimismus?
Er sagt das nicht ohne Grund. Grundsätzlich wollen wir gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Das will jeder Sportler, deshalb macht man das ja. Gerade solche Spiele wie das Pokalfinale vor wenigen Wochen, das willst du haben: volles Haus, eine fantastische Atmosphäre und der Trubel drumherum. Das hat schon ein bisschen mehr gekribbelt als in einem normalen Bundesligaspiel. Ich denke, mit dem, was wir als Mannschaft draufhaben plus Julian Nagelsmann, daraus kann was Gutes entstehen. Ich hoffe, dass wir den nächsten Schritt gehen können. Das wäre nach Platz drei vorige Saison und Platz zwei vor zwei Jahren der an die Spitze.

Julian Nagelsmann reden enorm viel auf das Team ein. Im Spiel sowieso, das ist bekannt. Aber auch im Training. Gehört das zu den Kleinigkeiten, die voriges Jahr gefehlt haben?
Ja, er redet und ruft unglaublich viel. Als Innenverteidiger bekommt man so viel davon allerdings nicht mit, das kriegen eher die Außenbahnspieler ab. Aber das ist cool. Da merkt man, dass einer außen mitspielt. Das hilft, gerade am Anfang, sich zu orientieren bzw. optimal zu positionieren. Das ist Coaching.

Lest morgen Teil 2 des Interviews mit Willi Orban über die Anfield Road, das Ohrenknaller-Spiel in Istanbul und seine Ambitionen auf das Kapitänsamt

Im Gespräch mit RBlive-Reporter Martin Henkel: Willi Orban.

Im Gespräch mit RBlive-Reporter Martin Henkel: Willi Orban.

 

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