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von Matthias Kießling

RB Leipzig will Eintracht Frankfurt „die Belastung spüren lassen“

RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt

RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt
Copyright: RBLive

Bei RB Leipzig kennt man die Prozedur der Europa-League-Qualifikation, die Eintracht Frankfurt derzeit durchlebt, noch aus der Vorsaison. Insgesamt sechs Spiele an sechs Donnerstagen am Stück braucht es, um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen. Vorteil ist, dass man als Mannschaft schon früh in der Saison in einen Wettkampf-Rhythmus kommt. Nachteil ist, dass man früh in der Saison die ersten englischen Wochen absolviert. Entsprechend ist die Partie in Leipzig für Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag (25.08.2019, 15.30 Uhr) die fünfte in gerade mal 15 Tagen.

Eintracht Frankfurt ist intensive Spielweise gewöhnt

Ein ganz großes Problem sieht Julian Nagelsmann in dieser Tatsache für die Gäste nicht. „Sie sind es gewohnt“, meint der Trainer von RB Leipzig mit Verweis auf die lange Europa-Pokal-Vorsaison der Eintracht. „Sie werden körperlich voll auf der Höhe sein.“ Andererseits sei es für RB „besser, dass sie unter der Woche gespielt haben, als wenn sie nicht gespielt hätten“. Entsprechend wolle man die Gäste mit einer intensiven Partie durchaus „die Belastung spüren lassen“.

Inwieweit der Plan aufgeht, ist schwer vorherzusagen. Aus der Vorsaison weiß man, dass die Eintracht über einen längeren Zeitraum auch im Rhythmus von englischen Wochen mit einer Kernmannschaft einen intensiven Fußball spielen kann. Während RB Leipzig in dieser Saison stärker auf Ballbesitz setzen will, ist bei der Eintracht zu erwarten, dass dort weiter auf eine eher radikale Version des schnellen Spiels nach vorn gesetzt wird. In der Vorsaison hatte Frankfurt lediglich 47,6% Ballbesitz und die schlechteste Passquote der Liga (73,1%). In dieser Saison startete man gegen Hoffenheim mit sogar nur 37% Ballbesitz (viertniedrigster Wert des ersten Spieltags) und 63% Passquote (niedrigster Wert).

Eintracht spielt wie RB Leipzig mit hohen Außenverteidigern

Begünstigt wurden die Werte, die auf Umschaltfußball schließen lassen, durch eine frühe Führung durch Martin Hinteregger, die schließlich das goldene Tor sein sollte. Gesetzt wird in Frankfurt wie in Leipzig auf eine Dreierkette mit sehr offensiven Außenverteidigern davor. Doch während die RB-Außenverteidiger tendenziell auch viel nach innen ziehen sollen, wird in Frankfurt stärker von außen geflankt. Dafür braucht es im Sturmzentrum dann allerdings auch einen treffsicheren, großen Stürmer, der die Vorlagen veredeln kann.

Gerade in der Offensive musste Eintracht Frankfurt in diesem Sommer ordentlich bluten. Mit Sebastien Haller und Luka Jovic verlor man zwei Spieler aus der aus drei Spielern bestehenden Büffelherde. Und Büffel Nummer 3 Ante Rebic kämpft offenbar mit Motivationsproblemen aka Abwanderungsgelüsten oder noch nicht 100%iger Fitness und wurde nach seinem Auftritt in der Europa-League-Qualifikation in Straßburg und einer Auswechslung zur Pause offen angezählt. Im DFB-Pokal zeigte Rebic allerdings beim 5:3 in Mannheim mit einem lupenreinen Hattrick, der aus einem 2:3-Rückstand den Sieg machte, seine ganze Klasse.

Frankfurt träumt erneut von Europa

Wo es für Frankfurt in dieser Saison hingeht, ist schwer zu prognostizieren. Der Klub träumt von der dritten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb in Folge. In der neuen Spielzeit geht man in der Vereinsentwicklung den nächsten Schritt. Nachdem Manager Fredi Bobic bei Amtsantritt vor drei Jahren aus finanziellen Gründen viel auf Leihen setzte, ist die Eintracht aufgrund vieler gelungener Verpflichtungen und hoher Einnahmen durch Spielerverkäufe inzwischen in der Lage, stärker Spielerwerte zu schaffen, sprich Spieler mit langfristigen Verträgen zu holen und entsprechend die Hand auf mögliche Einnahmen aus Transfers zu haben. Auch die fixen Verpflichtungen von Hinteregger, Trapp und Rode, die letzte Saison noch leihweise in Frankfurt spielten, für insgesamt über 20 Millionen Euro wurden so möglich. Transfers in diesen Dimensionen wären vor drei Jahren noch absolut undenkbar gewesen.

Mehr bzw. neue Qualität holen wollte Frankfurt im Sommer für das Mittelfeld und die Offensive. Mit Daichi Kamada hat man einen technisch starken, offensiven Mittelfeldspieler zurückbekommen, der in der letzten Saison nach Belgien verliehen war. Dominik Kohr bringt auch noch mal neue Dynamik ins zentrale Mittelfeld, während der mögliche Königstransfer Djibril Sow für einen Einsatz noch nicht bereit ist. Stürmer Dejan Joveljic braucht wohl noch eine Weile, um im Angriff die hinterlassenen Lücken schließen zu können. Auch ein Goncalo Paciencia wird auf mehr Einsatzzeit hoffen.

RB Leipzig will punkten und den Glauben in das eigene Spiel stärken

Eintracht Frankfurt hat sich in den letzten drei Jahren zu einem sehr tief und ausgeglichen gut besetzten Bundesligateam entwickelt. Auch auf den Außenverteidigerpositionen ist man inzwischen nicht mehr so dünn besetzt wie noch in der Vorsaison. Entsprechend ist das Selbstvertrauen, mit dem der Klub in dieser Saison wieder Richtung Europa schielt, durchaus und trotz des Abgangs von Haller und Jovic von Fakten gedeckt. Die Unruhe um Ante Rebic und ein mögliches Verpassen der Europa-League-Gruppenphase werfen aber einen kleinen Schatten auf das bis dato konfliktfreie Eintracht-Universum.

Julian Nagelsmann können und müssen die möglichen Probleme der Eintracht egal sein. Für ihn geht es darum, bis zur Länderspielpause in zwei Wochen Punkte reichlich Punkte zu sammeln, um mit viel Selbstvertrauen und vor allem viel Vertrauen der Mannschaft in den eingeschlagenen Weg in die weitere Saison gehen zu können. „“Wir glauben an den Weg, den wir gehen wollen.“ Ein Sieg gegen Frankfurt würde den Glauben weiter stärken.

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