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Weisers Handspiel vor dem 3:2: Absicht oder nicht?

Tobias Welz entscheidet auf Hand.

Tobias Welz entscheidet auf Hand.
Copyright: Imago/HĂŒbner

War das Hand? Auf diese Frage gab es nach dem 4:2 von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen nur eine Antwort: Nein! Es waren die Fingerspitzen von Mitchell Weiser und das glasklar unbeabsichtigt.

Forsberg: „Das ist keine Hand!“

Trotzdem hatte Schiedsrichter Tobias Welz in der 72. Minute nach Videostudium auf Hand und Absicht entschieden und damit entscheidenden Anteil am Endergebnis der AuswĂ€rtspartie der Rasenballer in Leverkusen. 2:2 stand es zu diesem Zeitpunkt nach einer ersten HĂ€lfte, in der RB gegen Bayer nach zwei Toren von Kai Havertz (11., 23.) heillos unterlegen war, sich aber berappelte und nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Marcel Sabitzer (17.) und dem 2:2 durch Timo Werner (64.) plötzlich die Chance auf die FĂŒhrung hatte. Forsberg ließ sie sich nicht nehmen und traf vom Strafstoßpunkt zum 3:2. Matheus Cunha stellte den Endstand her (84.).

Der Schwede bekam die Szene, die dem Handelfmeter vorausging, erst nach Ende des Spiels zu sehen. „Ich muss sagen, das ist keine Hand. Was soll er mit der Hand auch machen? Das war kein Elfmeter. Man muss vielleicht berĂŒcksichtigen, dass man den Körper nicht einfach hin und her schieben kann. Wir haben nunmal zwei Arme, die bekommen wir ja nicht weg.“

Sein Kollege Marcel Sabitzer enthielt sich eines Urteils, hatte die Szene aber nach dem Abpfiff auch nicht im TV gesehen. „Das geht im Fußball so schnell“, meinte der Österreicher. „Ich kann die Szene gar nicht beurteilen. Dass der Sieg glĂŒcklich war, kann man sagen. Aber er war auch verdient.“

So deutlich wie Forsberg war hingegen auch Ralf Rangnick. „Ich hĂ€tte den Elfmeter nicht gegeben. Was soll Weiser machen? Er dreht sich um und bekommt in diesem Moment den Halstenberg-Kopfball an die Fingerspitzen. Es war weder Absicht, noch hat er damit eine Torchance oder ein Tor verhindert“, sagter der Leipziger Coach und forderte: „Ich möchte den Schiedsrichter ausdrĂŒcklich nicht kritisieren. Aber wir brauchen klare Regelungen, wann Hand Hand ist und bei was es im Sechzehner Elfmeter gibt!“

Vor diesem Hintergrund hĂ€tte sich auch Havertz „mehr FingerspitzengefĂŒhl“ von Welz erhofft. Immerhin drehte die Entscheidung das Spiel. „FĂŒr mich spielt Mitchell nicht mal den Ball. Ich weiß nicht, warum man fĂŒr sowas Elfmeter gibt, gerade wenn ein Spiel so auf der Kippe steht.“

(RBlive/ mhe)

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