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Ralf Rangnick: Nagelsmann-Verpflichtung fast geplatzt – Viel Energie in Augustin gesteckt

Wäre es zwischen Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann fast bei einem feuchten Händedruck geblieben?

Wäre es zwischen Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann fast bei einem feuchten Händedruck geblieben?
Copyright: imago/Thomas Frey

Die Verpflichtung von Julian Nagelsmann als neuer Coach des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig wäre fast geplatzt.

„Weil man im Fußball und gerade in einer Stadt wie Leipzig den Leuten nicht sagen kann, wir machen jetzt ein Übergangsjahr“, erklärte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick in einem Interview der Welt am Sonntag (Paywall) zur Begründung. Der noch beim Liga-Kontrahenten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag stehende Nagelsmann übernimmt erst von Juli 2019 an bei RB. „Wenn es sechs Jahre lang eigentlich immer nur bergauf ging bis hin zur Champions League und zur Europa League, dann kannst und möchtest du das auch nicht vermitteln“, erklärte Rangnick.

Ralf Rangnick will auch mit Julian Nagelsmann kontrovers diskutieren

Mit seinem Wunschkandidaten könne es dann auch gerne zu harten Auseinandersetzungen kommen. „Hinter verschlossenen Türen dürfen gerne mal die Fetzen fliegen. Was spricht dagegen?“, sagte Rangnick. Auch mit den früheren Trainern Alexander Zorniger und Ralph Hasenhüttl habe es kontroverse Diskussionen und Reibungspunkte gegeben: „Das wird mit Julian Nagelsmann nicht anders sein.“

Bis zum Saisonende agiert Ralf Rangnick in Doppelfunktion als Coach und Sportdirektor. „Für mich als Einzelperson ist es bestimmt mit einem gewissen Risiko verbunden. Du bist als Trainer kurzfristig angreifbarer als ein Sportdirektor“, sagte Rangnick.

Ralf Rangnick als Dienstleister der Spieler von RB Leipzig

Als Sportdirektor hat er in den letzten Jahren alle aktuellen Spieler von RB Leipzig verpflichtet. Vor allem der Charakter der Spieler stehe bei Neuverpflichtungen im Fokus. Mit allen Spielern trifft sich Rangnick selbst. „In Hoffenheim habe ich mal zwei Spieler geholt, die ich vorher nicht persönlich getroffen habe. Die waren dann auch eher keine Topverpflichtungen.“

Dabei sieht sich Ralf Rangnick trotz besonderem Verhältnis gegenüber den Spielern nicht als Vaterfigur. „Meine Aufgabe ist, dass sie auf höchstem Niveau performen können. Ich sehe mich als Dienstleister für die Spieler und will jeden von ihnen besser machen.“

Erziehung von Jean-Kevin Augustin kostet Energie, ist aber auf einem guten Weg

Dabei spiele aber Pädagogik durchaus eine große Rolle. Wie zum Beispiel bei Jean-Kevin Augustin, der in der Vergangenheit „viel Energie gekostet hat“. Weil der Franzose „ein paar Eigenarten“ hat, von denen man schon bei der Verpflichtung wusste. „Er wurde sehr früh bei PSG Profi, wurde früh umworben und hat früh gutes Geld verdient. Es war von Beginn an klar, dass er einen gewissen Hang zur Exzentrik hat.“

Man habe sich aber entschieden, dass man es mit Augustin versucht. „Der Prozess hält noch immer an, aber wir sind schon um einiges weiter“, verweist Ralf Rangnick auf die Aufgabe, den Stürmer in die Spur zu bekommen. „Das ist wie bei den eigenen Kindern. Erziehung ist anstrengend. Aber es gibt Spieler, die brauchen die kurze Leine. Und da gehört Jean-Kevin Augustin dazu“, zieht der Sportdirektor und Trainer von RB Leipzig doch noch einen Vergleich, in dem er als Vater fungiert. Die Verantwortlichen eines Profiklubs seien sehr wohl „teilweise Ersatzeltern“, weil die frühe Ausbildung in Akademien „auf Kosten der Kindheit“ geht.

(RBlive | mit DPA)

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