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Schalke-Fan interviewt Timo Werner: Schwalbe „war nicht richtig”

Timo Werner und die Kinderreporter von der Anna-Magdalena-Bach-Schule (Foto: uk)

Timo Werner und die Kinderreporter von der Anna-Magdalena-Bach-Schule, Lukas (l.) und Schalke-Fan Gustav (r., Foto: uk)

Vor dem Gastspiel von RB Leipzig auf Schalke (Sonntag, 17.30 Uhr) mag Timo Werner lieber keine Interviews geben. Der Schatten seiner viel diskutierten Schwalbe im Hinspiel liegt vor der Rückrundenpartie spürbar über der Begegnung. Doch zwei Kinderreportern von „Dein Spiegel”, der Kinderausgabe des Nachrichtenmagazins (nur Print), stand Werner vor vier Wochen Rede und Antwort. Kurios: Einer der beiden Leipziger Grundschüler, die Werner interviewten, ist Schalke-Fan.

Lukas und Gustav, zwei zehn Jahre alte Grundschüler der Leipziger Anna-Magdalena-Bach-Schule, erhielten die Gelegenheit, für die Mai-Ausgabe von „Dein Spiegel” Timo Werner zu treffen, eine halbe Stunde lang zu interviewen und eine Partie Tischkicker gegen den Leipziger Jungstar zu spielen (Endstand: 7:6 für die Nachwuchs-Journalisten).

Interessant an der Konstellation: Gustav (Foto oben rechts) sympathisiert mit RB Leipzig, ist aber eigentlich Fan des FC Schalke 04. Als solcher war er Anfang Dezember auch im Stadion, als Werner die Schwalbe gegen Schalke „unterlief”.

Timo Werner würde seine Schwalbe „wirklich gern rückgängig machen”

Das junge Reporterduo fragte den Stürmer von RB Leipzig nach seinem Nationalmannschaftsdebüt, den Ursachen für seine Schnelligkeit, seinem unangenehmsten Gegenspieler („Jerome Boateng”) und seinem Lieblingsspieler („Lionel Messi”). Und natürlich war auch die Schwalbe Thema. Werner sagt im Gespräch reuig: „Das ist alles in Sekundenbruchteilen passiert, es ging so schnell. Ich konnte das in dem Moment nicht kontrollieren. Aber ich würde es wirklich gern rückgängig machen.”

„Weil du danach beschimpft worden bist?”, haken die Grundschüler, selbst aktive Fußballer beim Leipziger Stadtteilklub SV Schleußig, nach. „Weil es nicht richtig war. Ich habe einen Fehler gemacht und gelernt, damit umzugehen. Jetzt kann man das auch wieder abhaken. Weiter geht’s im Leben”, antwortet Werner.

Timo Werner: „Schalke-Fans haben Grund, sich über mich aufzuregen”

Dass Gustav und andere Schalke-Fans sauer auf ihn sind, kann der einmalieg Nationalspieler nachvollziehen, nicht aber die Anfeindungen in anderen Stadien. „Am ehesten haben noch die Schalke-Fans einen Grund, sich über mich aufzuregen. Da verstehe ich den Ärger auch ein bisschen”, sagt Werner. „Ansonsten ist mir bei diesem Thema aber eindeutig zu viel Aufregung drin. Im Spiel blende ich das eh alles aus, und es stört mich nicht.”