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Gegentor aus 45 Metern: Hoffenheim demontiert RB Leipzig

Gegentreffer aus 45 Metern: Peter Gulacsi kann dem Ball von Serge Gnabry nur hinterherschauen (Foto: imago).

Gegentreffer aus 45 Metern: Peter Gulacsi kann dem Ball von Serge Gnabry nur hinterherschauen (Foto: imago).

Demontage im Kraichgau: RB Leipzig hat bei der TSG Hoffenheim die höchste Niederlage seiner kurzen Bundesliga-Historie hinnehmen müssen. Rasenballsport unterlag den starken Gastgebern mit 0:4 (0:1). Ein Doppelpack von Serge Gnabry in der zweiten Hälfte brachte die Entscheidung. Das Tor zum 3:0 erzielte der Hoffenheimer Stürmer aus gut 40 Metern.

Mit einem sehenswerten Befreiungsschlag aus der Krise hat 1899 Hoffenheim den Bayern-Jäger RB Leipzig die vierte Saisonniederlage beigebracht. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann besiegte am Samstag in der Fußball-Bundesliga den Tabellenzweiten aus Sachsen gleich mit 4:0 (1:0). U21-Europameister Nadiem Amiri (13. Minute), zweimal Nationalspieler Serge Gnabry (52./62.) und Mark Uth (87.) mit seinem siebten Saisontreffer erzielten die Tore vor einem begeisterten Publikum. Leipzigs Rückstand zum FC Bayern München vergrößerte sich damit auf sechs Punkte.

Nach dem vorzeitigen Europa-League-K.o. und der Lehrstunde in Hamburg zeigten sich die Kraichgauer wie verwandelt und schafften wieder den Anschluss an die Spitzengruppe. Der Rückstand von Leipzig auf den Spitzenreiter aus München ist derweil auf sechs Punkte angewachsen. Vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Besiktas Istanbul war es für RB zudem eine missglückte Generalprobe.

Konaté und Upamecano mitunter überfordert

Beide Teams mussten auf eine junge Hintermannschaft setzen. Bei Leipzig fehlte der angeschlagene Kapitän Willi Orban, so spielten Ibrahima Konaté (18 Jahre) und Dayot Upamecano (19) die mitunter überforderten Innenverteidiger. Bei den Hoffenheimern übernahm Stefan Posch die Rolle des gesperrten Abwehrchefs Kevin Vogt ganz souverän. Wenigstens konnte der 20-Jährige auf einen erfahrenen Nebenmann vertrauen: Benjamin Hübner kehrte nach seinen Knieproblemen früher als erwartet zurück.

Nach nicht einmal einer Viertelstunde sah die RB-Defensive schon alt aus. Nach einem starken Spielzug über Dennis Geiger und Pavel Kaderabek ließ Lukas Rupp den Ball zu Amiri prallen, der aus spitzem Winkel die Führung erzielte. Die Szene war Spiegelbild einer Partie mit enormer Spielfreude – ein Genuss für die 28 299 Besuchern in der nicht ganz ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Partie.

 

Traumtor von Serge Gnabry – RB fällt auseinander

Leipzigs Timo Werner hatte gegen Hübner einen schweren Stand. Das Duell der Nationalstürmer mit Sandro Wagner war ohnehin ausgefallen, da der Hoffenheimer Angreifer verletzt fehlte. Trainer Ralph Hasenhüttl brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit Stefan Ilsanker und Bruma, sein Team tat sich aber weiter schwer beim Versuch, hinter die Fünferkette der TSG zu kommen.

Dagegen überlistete Kevin Akpoguma auf der Gegenseite mit einem hohen Ball aus der eigenen Hälfte die Defensive von RB: Der einsame Gnabry hatte keine Mühe, an Gulacsi vorbei zum 2:0 einzuschieben. Kurz darauf nahm die Bayern-Leihgabe kurz hinter der Mittellinie Maß und düpierte den Gäste-Torhüter – ein Traumtor für den lange verletzten Angreifer. So war die Partie überrraschend früh entschieden. Uth nutzte noch eine der hochkarätigen Konterchancen zum 4:0. (uk/dpa)

Statistik TSG 1899 Hoffenheim – RB Leipzig 4:0 (1:0)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Kaderabek, Akpoguma, Posch, Hübner (C, 76., Nordtveit), Zuber – Geiger – Rupp, Amiri (70. Demirbay) – Uth, Gnabry (65. Kramaric).

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann (46. Bruma), Upamecano (46. Ilsanker), Konaté, Halstenberg – Demme (C), Keita – Kampl, Forsberg – Poulsen (71. Augustin), Werner.

Tor(e): 1:0 Amiri (13., Rupp), 2:0 Gnabry (52., Akpoguma), 3:0 Gnabry (62., Amiri), 4:0 Uth (87.); Torchancen: 7:4; Ecken: 0:7; Schiedsrichter: Siebert (Berlin); Gelbe Karten: Geiger (17.), Uth (30.) / -; Zuschauer: 28.000 in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena Sinsheim. (mz)