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Mann des Spiels: Filip Kostic profitiert von fehlender Abseitslinie

Nach dem Spiel zwischen RB Leipzig und dem Hamburger SV geriet der Ausgleich der Gäste in die Kritik. Beim 1:1 hatte Filip Kostic wahrscheinlich im Abseits gestanden. Das Schiedsrichterteam hatte das nicht gesehen. Trotzdem griff der Videoassistent nicht ein, was Ralph Hasenhüttl deutlich kritisierte.

Videoassistent verfügt bei Abseits noch nicht über Hilfslinien

Hintergrund ist, dass den Videoassistenten Dr. Robert Kampka und Martin Petersen keine Abseitslinien vorlagen, um eine 100% richtige Entscheidung treffen zu können. Wann solche Linien vorliegen, ist aktuell völlig unklar, wie Ansgar Schwenken, Berater der DFL und Vorstand des DFB erklärt.

„DFL und DFB werden erst auf die so genannte kalibrierte Linie zurückgreifen, wenn von FIFA und IFAB Versionen eines oder mehrerer Dienstleister zertifiziert wurden und zugelassen sind“, erklärt Schwenken auf dfb.de. „Erst damit wären auch unsere eigenen, höchsten Qualitätsansprüche erfüllt, dass mithilfe der Linien tatsächlich in höchstem Maße verlässlich aufgelöst wird, ob eine Abseitsstellung vorliegt oder nicht.“ Linien, wie sie im TV eingezogen werden, verfügen nicht über die nötige Genauigkeit, um Entscheidungen sicher treffen zu können.

Filip Kostic ist Mann des Spiels zwischen RB Leipzig und dem Hamburger SV

Profitiert von der fehlenden Linie, die die Abseitsstellung hätte aufklären können, hat Filip Kostic, der beim 1:1 Peter Gulacsi umkurvte und dann einschob. Auch sonst machte der Offensivmann, der 2016 für deutlich über zehn Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum HSV gekommen war, ein sehr gutes Spiel.

Deswegen war er für den Kicker (Print) auch Mann des Spiels in Leipzig. „In ungewohnter Rolle als zweite Spitze präsentierte sich Filip Kostic als ständiger Gefahrenherd, war reaktionsschnell und entschlossen beim 1:1“, so das Urteil des Blattes.

Kein Spieler in der Elf des Tages

Neben Kostic bekamen auch Gideon Jung, Christian Mathenia, Gotoku Sakai und Rick van Drongelen vergleichsweise gute Noten. Auf Seiten von RB Leipzig sollen Bruma, Peter Gulacsi, Kevin Kampl und Marcel Sabitzer die besten Akteure gewesen sein.

In die Elf des Tages des Kicker schaffte es kein RB- oder HSV-Akteur. Erst sechsmal war ein Hamburger in dieser Saison unter den besten elf Spielern des Spieltags, immerhin zwölfmal ein Leipziger. Bei der Sportschau waren mit Filip Kostic und Rick van Drongelen dagegen gleich zwei HSV-Spieler in der Elf des 20. Spieltags.


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