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Geknickt: Gulacsis Ringfinger bleibt wohl krumm

Peter Gulacsi und sein linker Ringfinger waren am Donnerstagabend trotz des 2:1-(0:0)-Sieges gegen Zenit St. Petersburg geknickt. Durch die Verletzung und das ärgerliche Gegentor zum 1:2 kurz vor Schluss avancierte der Torhüter gleich zum doppelten Pechvogel des sonst erfolgreichen Abends.

Peter Gulacsi wird das Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg wohl seine gesamte Karriere über nicht mehr vergessen. Nicht vorrangig wegen des ärgerlichen Freistoß-Tores, das Zenit-Kapitän Domenico Criscito RB kurz vor Schluss einschenkte (86.). Der Schuss in den linken Winkel war unhaltbar.

Pechvogel: Peter Gulacsi kassiert den 1:2-Anschlusstreffer per direktem Freistoß (Foto: imago).

Pechvogel: Peter Gulacsi kassiert den 1:2-Anschlusstreffer per direktem Freistoß (Foto: imago).

Sondern vielmehr wegen einer ärgerlichen Abwehraktion Mitte der zweiten Hälfte, als Gulacsi eine Ecke verhindern wollte und sich dabei den Ringfinger seiner linken Hand lädierte. „Ich habe unglücklich den Ball berührt, als ich einen abgefälschten Schuss retten wollte. Den habe ich auf den Finger gekriegt”, berichtete Gulacsi.

Gulacsi: „Bleibt jetzt bis zum Karriereende so”

In den folgenden zehn Minuten spürte der Ungar, dass irgendetwas nicht wie immer war. Als dann das 2:0 fiel, zog er seine Handschuhe aus. „Da habe ich gesehen, dass der Finger nicht ganz gerade steht. Aber ich hatte keinen Schmerz.” Der Keeper lief zur Bank und ließ sich den krummen Finger zunächst wieder gerade tapen.

Vor den Journalisten in der Mixed Zone löste Gulacsi dann den Verband: Die Fingerspitze ab dem oberen Gelenk steht nun 45 Grad vom Finger ab. Und es ist gut möglich, dass der Schaden an Sehnen und Nerven irreparabel ist. „Wahrscheinlich bleibt das jetzt bis zum Ende meiner Karriere so, sodass ich den Finger jetzt immer tapen muss”, so der Torwart.

Sein Einsatz gegen Stuttgart am Sonntag ist jedoch nicht gefährdet. „Ich habe schon mit Schlimmerem gespielt”, sagte der 27-Jährige. Und auch Trainer Ralph Hasenhüttl witzelte bereits wieder: „Torhüter haben eh krumme Finger, von daher ist das nicht so schlimm.”

Konrad Laimer hat Adduktorenprobleme

Probleme hatte auch Rechtsverteidiger Konrad Laimer, der nach 45 Minuten wegen Schmerzen an den Adduktoren ausgewechselt werden und durch Bernardo ersetzt werden musste.