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Neuer Vertrag? Werners Ausweichmanöver deuten auf Abschied hin

Sagt leise Adieu? Timo Werner. Foto: Imago

Sagt leise Adieu? Timo Werner. Foto: Imago

RB-Stürmer Timo Werner hat auf Fragen nach seiner Vertragssituationen ausweichend geantwortet, was im Fußball in der Regel daraufhindeutet, dass ein Wechsel bevorsteht.

Eine Einschätzung von Martin Henkel

Der nämlich würde nur noch im kommenden Sommer Geld einbringen, denn im Jahr darauf endet das Arbeitspapier des 22-Jährigen. Normalerweise zögern Spieler mit einer Verlängerung, wenn sie entweder ein besseres Angebot herausschlagen wollen – oder aber bereit sind, zu wechseln. Bei Werner deutet alles daraufhin, das Letzteres der Fall ist, denn sein Trainer Ralf Rangnick hat angedeutet, dass man bereits einvernehmlich zu Ende verhandelt hat.

Werner: Zuletzt nicht an den Vertrag gedacht

Demnach liegt dem Nationalspieler ein neuer Vertrag vor, der ihm Gerüchten zufolge sechs Millionen Euro Jahresgehalt einbringen soll. Ralf Rangnick sagte am Freitag: „Die Gespräche sind geführt, die Positionen sind ausgetauscht. Es liegt jetzt an Timo selber, eine Entscheidung zu treffen. Die Winterpause ist dafür eine gute Zeit.“

An diesem Punkt immerhin herrscht Einigkeit zwischen Klub und Spieler. Werner erwiderte am Rande der Jungfernfahrt mit der neuen RB-Straßenbahn: „Wie der Trainer gesagt hat, wird es über die Wintertage jetzt die Zeit geben, auch darüber mal nachzudenken.“ Und dann? Werner vollführte an diesem Punkt ein Ausweichmanöver der klassischen Art. „Der Stand der Dinge ist: Wir haben eine ereignisreiche Vorrunde hinter uns, drei Spiele kommen ja noch.“ Deshalb habe er an seinen Vertrag nicht gedacht und werde das bis Weihnachten auch nicht tun, obwohl ja verhandelt wurde, wie sein Trainer bestätigte, und ohne Prokura wird Berater Karl-Heinz Förster vermutlich nicht in die Gespräche gegangen sein.

Es bleibt also weiter offen, ob Werner – wie im Sommer beteuert – mindestens ein Jahr noch unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann spielen wird. Vermutlich aber sollte die RB-Gemeinde sich auf ein Lebewohl nach dem letzten Ligaspiel einstimmen. Denn auf die Frage, ob es andere Angebote gibt, antwortete Werner ganz branchenüblich: „Wie gesagt, ich habe mich mit RB noch nicht beschäftigt und deshalb mit anderen auch noch nicht.“ Wie man das so macht, wenn man nicht Ja sagen will, aber auch nicht Nein.