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„Überragend gegen den Ball”, „grausiges Ende” – Die Stimmen zur Niederlage in München

Überragende Parade: Peter Gulacsi gegen den Kopfball von Joshua Kimmich (Foto: imago).

Überragende Parade: Peter Gulacsi gegen den Kopfball von Joshua Kimmich (Foto: imago).

RB Leipzigs Spieler verließen die Münchner Allianz-Arena mit erhobenen Köpfen. Trotz der 0:1-Niederlage bei Bayern München waren die RB-Kicker hoch zufrieden mit dem Auftritt – bis auf das Gegentor.

RB-Torhüter Peter Gulacsi war trotz der wettbewerbsübergreifend fünften Auswärtsniederlage in Serie regelrecht euphorisch nach dem Spiel. „Wir waren ein richtig guter Gegner für die Bayern heute, haben unseren Matchplan gut umgesetzt, richtig früh gestört”, betonte der Keeper. „Teilweise haben wir in der zweiten Halbzeit nur auf ihre Hälfte gespielt. Das war ein sehr mutiges Spiel. Schade, dass dann eine Situation das Spiel entscheidet”, ärgerte sich der Ungar. „Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Das muss uns nun Auftrieb für die Zukunft geben.”

Zum Matchplan erklärte der Schlussmann: „Wir haben versucht, ihre Abwehr mit unseren Zehnern, Stürmern und Außenverteidigern sofort unter Druck zu setzen, dass sie nicht von hinten herausspielen können. Das hat hervorragend geklappt. Wir haben Bayern einfach nicht in Ruhe gelassen. Was wir gegen den Ball gemacht haben, war überragend.”

Ralf Rangnick: „Traurig, aber guter Dinge”

Diesen Eindruck bestätigte auch Trainer Ralf Rangnick: „Ich finde, es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben viele Dinge, die wir uns vorgenommen haben, umsetzen können. Viele mutiger und früher drauf auf den Gegner kannst du hier nicht spielen”, befand der Chefcoach. Normalerweise, so der 60-Jährige, ende dieses Spiel remis. „Beim Gegentor kommen viele unglückliche Dinge zusammen. Wir haben aber auch noch die Riesenchance durch Yussuf Poulsen zum Ausgleich”, sagte Rangnick. RB fahre nun „traurig, aber guter Dinge nach Hause. Denn eine solche Leistung wie heute hat bestätigt, dass wir zurecht momentan Tabellenvierter sind”, so der Sportdirektor.

Timo Werner: „Beim Gegentor viel schief gelaufen”

Timo Werner wirkte etwas geknickter. „Wir haben sehr viel in das Spiel investiert, gekämpft bis zum Ende. Dass wir dann in den Schlussminuten so ein Gegentor kriegen, ist bitter”, sagte der Torjäger, der keine wirklich gefährliche Szene hatte. Beim Gegentor sei „viel schief gelaufen, da ist wieder vieles zusammengekommen”.

Stefan Ilsanker sagte nach seinem unglücklichen Kurzeinsatz: „Das grausige Ende ist für mich, dass wir heute verloren haben. Da geht es gar nicht um meine Person. Wir haben über 90 Minuten dagegengehalten, selbst Topchancen gehabt und gleichzeitig wenig sehr gute Chancen zugelassen.” (Rblive/ukr/mhe)