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Rangnick: BVB holt Spieler auch durch Zuschauerzahl

Jadon Sanchostand auch bei RB Leipzig im Fokus. Foto: imago

Jadon Sanchostand auch bei RB Leipzig im Fokus. Foto: imago

Das Wintertransferfenster der Bundesliga ist seit wenigen Tagen geschlossen. Ralf Rangnick sprach am Sonntag im Fußballtalk mit Jörg Wontorra über seinen jüngsten Neuzugang Emil Smith Rowe, die Transferpolitik der Bayern und, wieso der BVB manchmal Spieler bekommt, die auch bei RB Leipzig im Fokus stehen.

Rangnick: Callum Hudson-Odoi war auffälliger als Jadon Sancho

Der FC Bayern München stand in der Kritik, außer dem talentierten Alphonso Davies keinen Neuzugang mehr präsentiert, aber Sandro Wagner abgegeben zu haben. Ralf Rangnick hatte Verständnis. „Wenn Bayern einen Spieler holt, der richtig weiterhilft, muss er ins obere Regal greifen.“ Die seien aber nicht so leicht zu finden. Eine ähnliche Situation wie die Münchner mit Sandro Wagner, den er versucht hätte zu halten, habe er auch gehabt. „Ich habe da ja quasi mit mir selbst gesprochen und entschieden: Wir können nur einen abgeben, wenn wir einen holen.“

Callum Hudson-Odoi stand bei Hasan Salihamidzic ganz oben auf der Liste, konnte aber bei Chelsea nicht losgeist werden. Auch Ralf Rangnick soll ihn beobachtet haben und findet das große Interesse an einem Spieler mit kaum Einsatzzeit legitim. „Er war für mich sogar auffälliger als Jadon Sancho bei der Nachwuchs-EM, die England gewonnen hat.“ Schließlich habe der vor seinem Wechsel nach Dortmund auch noch keine Sekunde gespielt und RB Leipzig war „an dem Jungen auch dran.“

BVB lockt mit Stadion und Zuschauerzahl

Bei einer ähnlichen Transferpolitik sei neben den finanziellen Rahmenbedingungen aber der BVB auch in anderen Dingen im Vorteil, erklärte Rangnick. „Wir sind uns ja oft begegnet, weil wir im selben Teich gefischt haben. Dann ist es am Ende für uns schwierig. Angefangen beim Stadion, der Zuschauerzahl. Dann geht ein junger Spieler eben mal eher zu Dortmund.“ Er selbst hat mit Emil Smith Rowe aber auch ein Toptalent vom FC Arsenal zur Leihe gewinnen können.

Spieler wie Emil Smith Rowe „bei den falschen Vereinen“

Dabei profitiert er von der Tatsache, dass die jungen Spieler englischer Topclubs dort nicht zum Zug kommen. „In Deutschland bekommen sie die Chance zu spielen, das haben wir bei Lookman gesehen. Ähnlich versuchen wir es mit Smith Rowe wenn er ganz gesund ist.“ Der 18-Jährige soll nämlich zur Zeit noch mit Hüftproblemen kämpfen. Rangnick findet, Spieler wie er sind „bei den falschen Vereinen unter Vertrag. Bei Wolverhampton wäre Smith Rowe wohl Stammspieler.“ Eine Tatsache, die ihm kurz vor Ende des Deadline-Day sehr entgegen kam.