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Dominante Defensivreihen – Wer war RB-Spieler des Spiels gegen Frankfurt?

Marcel Halstenberg gehörte zu den prägenden RB-Akteuren beim Spiel gegen Frankfurt. (Foto: Imago)

Marcel Halstenberg gehörte zu den prägenden RB-Akteuren beim Spiel gegen Frankfurt. (Foto: Imago)

Beim 0:0 zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt dominierten die Defensivreihen. Vor allem auf Seiten der Gastgeber war es defensiv mit neu formierter Dreierkette eine fast perfekte Vorstellung.

Peter Gulacsi ist hinter neuer Dreierkette fast beschäftigungslos

Nur zweimal musste Peter Gulacsi einen Ball abwehren. Seine größte Tat war eine Flugeinlage bei einem direkten Freistoß von Filip Kostic aus 20 Metern in der ersten Hälfte. Es war das zehnte Spiel ohne Gegentor für Gulacsi in dieser Saison. Das ist der Topwert in der Bundesliga. In den letzten vier Spielen blieb RB Leipzig ohne Gegentor, seit Beginn der Rückrunde steht in fünf Pflichtspielen nur ein Gegentreffer.

Dass Gulacsi im Spiel gegen Eintracht Frankfurt meist beschäftigungslos war, lag vor allem auch an einer gut funktionierenden Dreier-/ bzw. Fünferkette. Nachdem nach Dayot Upamecano auch Ibrahima Konaté für das Spiel gegen Frankfurt ausfiel, hatte sich Rangnick für die Umstellung in der Formation entschieden. Gegen Hoffenheim habe man in der Hinrunde „damit gute Erfahrungen gemacht“, so der Trainer von RB Leipzig im Anschluss an das Unentschieden gegen die SGE.

Ex-Augsburger als Spieler des Spiels gegen RB Leipzig

Entsprechend sei früh klargewesen, dass man mit einer neuen Formation gegen das offensive Top-Trio Rebic, Jovic und Haller antritt. Dass Eintracht Frankfurt insgesamt nur sechs Torschüsse abgab, zeigt, dass die Umstellung sehr gut funktionierte. Nordi Mukiele und Willi Orban ragten aus der Dreierkette mit ihrer Zweikampfstärke noch heraus. Stefan Ilsanker spielte in der Mitte der Dreierkette eine mehr als solide Partie. Und Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg intepretierten die Außenverteidigerpositionen mit sehr viel Aggressivität.

Auch der Kicker (Print) sah in den fünf Abwehrspielern die besten Akteure bei RB Leipzig. Auf Frankfurter Seite sah das Blatt Martin Hinteregger, Makoto Hasebe und Mittelfeldmann Gelson Fernandes als beste Spieler. Mann der Partie sei dabei der von Teilen des Leipziger Publikums erneut bei seinen Ballberührungen ausgepfiffene Hinteregger gewesen. „Anfangs mit guten langen Bälle, ruhig im Spielaufbau und sehr zweikampfstark: Martin Hinteregger war als Linksfuß auf der rechten Innenverteidigerposition eine starke Besetzung“, so das Urteil des Blatts. Damit steht der Neu-Frankfurter auch in der Elf des Spieltags.

Marcel Halstenberg als Most Involved Player (MIP)

Getragen wurde das RBL-Spiel gegen Eintracht Frankfurt von Marcel Halstenberg. Der war an 17% aller Spielepisoden und an der Entstehung von 57% aller Torschüsse (8) seiner Mannschaft beteiligt. Das zeigt eine Analyse von read-the-game.com.

Was die Beteiligung an Torschüssen anging, folgen Yussuf Poulsen und Timo Werner mit je sieben Beteiligungen auf Halstenberg. Für die Spielstrukturen bei RB Leipzig waren neben Halstenberg vor allem auch Diego Demme, Willi Orban und Stefan Ilsanker wichtig. Die vier Akteure waren jeweils an 15% aller Spielepisoden beteiligt.

Timo Werner, Kevin Kampl und Diego Demme dominieren die Offensive von RB Leipzig

Über die Saison gesehen dominiert Timo Werner die Offensive von RB Leipzig wenn es um Torschüsse geht. An 114 Abschlüssen war der Stürmer beteiligt. Platz 6 in der Bundesliga. Kevin Kampl und Marcel Sabitzer folgen mit 97 bzw. 96 Beteiligungen dahinter, sind aber stärker in die Spielstrukturen bei RB eingebunden als Werner. Dort rückt auch Diego Demme in den Mittelpunkt, der an insgesamt 18% aller RB-Episoden beteiligt war. Marcel Halstenberg und Yussuf Poulsen folgen mit 12% bereits mit deutlichem Abstand. Nur Joshua Kimmich und Daniel Caligiuri waren in dieser Saison bisher an mehr Spielepisoden beteiligt als Diego Demme.

Wann immer der Ball von einem Team kontrolliert wird, nennen die Experten des Instituts für Spielanalyse (read-the-game.com) diese Phase Episode. Aneinander gereiht und ergänzt mit den Episoden des Gegners sowie der Chaos-Phasen, in denen keine Mannschaft den Ball unter Kontrolle hat, ergibt sich ein detailliertes Bild eines Spiels. Betrachtet und vergleicht man diese Episoden einer Partie mit denen einer ganzen Saison, erhält man ein Profil davon, wie Mannschaften Fußball spielen und zu Torerfolgen kommen.

(RBlive/ mki)