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Paul Breitner setzt auf RB Leipzig als „lachenden Dritten“

Paul Breitner wünscht sich in der Bundesliga mehr Action als nur einen Zweikampf zwischen Bayern und Dortmund. (Foto: imago/imagebroker)

Paul Breitner wünscht sich in der Bundesliga mehr Action als nur einen Zweikampf zwischen Bayern und Dortmund. (Foto: imago/imagebroker)

Der frühere Fußball-Weltmeister Paul Breitner hofft vor dem Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund auf künftig noch mehr Konkurrenz an der Bundesliga-Spitze. „Eigentlich geht es darum, dass von den anderen 16 endlich einmal zwei oder drei einen großen Schritt nach vorn machen“, sagte der 67-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem setzt der einstige Bayern-Profi dabei auf größere Investitionen bei RB Leipzig. „Um zu sagen: Hallo Herrschaften, vielleicht werden wir irgendwann mal der lachende Dritte“, sagte Breitner.

Paul Breitner: Dauerduell Bayern gegen Dortmund reicht der Bundesliga nicht

In den vergangenen sechs Jahren hatten stets die Bayern den Titel gewonnen, teils mit großem Abstand vor den Verfolgern. In dieser Saison hat der BVB wieder zu den Münchnern aufgeschlossen und liegt vor dem Liga-Gipfel am Samstag in der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vorn. RB Leipzig liegt mit neun weiteren Punkten Rückstand deutlich abgeschlagen auf Rang 3.

Ein Dauerduell von FCB und BVB reiche für die Bundesliga aber nicht, urteilte Paul Breitner. „Ich weiß nicht wer, aber ich hoffe, dass dann mal ein vierter, fünfter Verein kommt, der zumindest mal 25 Spieltage mitspielt. Das würde der Bundesliga, der Qualität sehr gut tun“, sagte der Weltmeister von 1974. „Du brauchst nicht nur eine Mannschaft, du brauchst mehrere, an denen sich die im Mittelfeld orientieren können“, erklärte Breitner.

RB Leipzig wirtschaftlich deutlich hinter FCB und BVB

Der FC Bayern und Borussia Dortmund dominieren auch wirtschaftlich die Liga. Deutlich über 600 Millionen Euro Umsatz weist der FCB für die Saison 2017/2018 aus. Der BVB erlöste durch Großtransfers deutlich über 500 Millionen Euro, kommt aber auch in normalen Spielzeiten auf über 400 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der FC Schalke 04 kratzte 2018 zum ersten Mal die 300-Millionen-Euro-Grenze.

RB Leipzig hatte 2017 einen Umsatz von knapp 220 Millionen Euro, hat allerdings gerade im Bereich der TV-Gelder aufgrund der kurzen Bundesliga-Zugehörigkeit noch Wachstumsmöglichkeiten. Mittelfristig möchte man sich in Leipzig zumindest an das Niveau von Borussia Dortmund heranarbeiten.

(dpa/ RBlive)