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Stimmen zum Spiel: „Die Musik ist angeschmissen und ein paar Kaltgetränke gibt’s auch“

Aus dem Stadion berichtet Martin Henkel

Torschütze Yussuf Poulsen: „Wir freuen uns übertrieben!“. Foto: Imago/Camera 4

RB Leipzig hat Dienstagabend im Pokalhalbfinale den Hamburger SV 3:1 (1:1) bezwungen und steht damit erstmals im Endspiel des deutschen Vereinspokals. Entsprechend war die Stimmung – ausgelassen, aber nicht überschäumend. Dafür war der Sieg gegen den Zweitligisten dann wohl doch zu klar, oder?

Die Stimmen zum Spiel:

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): Ich finde, dass wir in den ersten 20 Minuten fantastisch reingekommen sind. Wir hätten mehr als nur 1:0 führen müssen. Aber wir waren vielleicht zu sicher, dann bekommen wir das 1:1 und dann hat man gesehen, was der HSV für Qualitäten bei Ballbesitz hat. Wir hätten theoretisch zur Pause auch hinten liegen können. In der 2. Halbzeit haben wir unsere Chancen endlich abgeklärt genutzt und verdient gewonnen. Der Erfolg ist großartig, nach drei Jahren im Pokalfinale zu stehen. Keiner meiner Spieler hat bislang ein Endspiel bestritten. Ich freue mich aber besonders, dass sieben meiner Jungs, die vor vier Jahren noch in der 2. Liga gespielt haben, jetzt so eine Saison spielen.

Forsberg ist stolz, Poulsen freut sich „übertrieben“

Hannes Wolf (Trainer Hamburger SV): Am Anfang kam Leipzig mit Wucht ins Spiel. Aber nach dem 1:0 haben wir uns schnell gefangen und den Rest der Halbzeit dominiert. Nach dem 1:2 war es dann schwierig, wir mussten kommen und konnten RB danach nicht mehr gut verteidigen. Unterm Strich haben wir aber eine sehr gute Pokalrunde gespielt.

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): Ins Finale gekommen zu sein, ist definitv ein Glückgefühl. Die Chance war heute riesig und wir wollten sie unbedingt nutzen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, führen, habe weitere Chancen, das Spiel früh zu entscheiden und laden Hamburg dann nochmal ein. Aber unterm Strich haben wir verdient gewonnen. Deshalb werden wir schon ein bisschen feiern, die Musik ist angeschmissen und ein paar Kaltgetränke stehen bereit. Aber alles in Maßen. Am Samstag wollen wir gegen Freiburg die Champions League klarmachen.

Emil Forsberg (Siegtorschütze RB Leipzig): Die erste Halbzeit war schwer, der HSV hat mit Mut gespielt und versucht, zu gewinnen. Das hat mir gefallen. Ich bin sehr stolz, dass wir trotzdem gewonnen haben und freue mich sehr über das Finale. Egal, auf wen wir treffen, wir wollen den Pokal jetzt gewinnen.

Yussuf Poulsen (Torschütze RB Leipzig): Der zweite Treffer war eigentlich ein Querpass zu Emil, deshalb habe ich keine zwei Tore geschossen, sondern nur eines, auch wenn ich kurz als Torschütze zum 2:1 angezeigt war. Wir haben verdient gewonnen und ich hatte auch beim 1:1 das Gefühl, dass wir gewinnen werden. Jetzt freuen wir uns übertrieben, dass wir endlich in einem großen Finale stehen. Gegen wen wir dann spielen, ist mir eigentlich egal.