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Auch RB und Aue betroffen Dynamo kritisiert Wettbewerbsnachteil durch erneute Geisterspiele

Dynamos organisierte Fanszene boykottiert die bisher geltende 2G-Regelung.

Dynamos organisierte Fanszene boykottiert die bisher geltende 2G-Regelung.

Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden sind enttäuscht über die verschärften Corona-
Regelungen im Bundesland Sachsen. Diese sehen unter anderem auch einen Zuschauer-Ausschluss bei Fußballspielen vor. „Die Entscheidungen, so notwendig sie angesichts der mittlerweile entstandenen Situation sind, bringen Veranstalter wie die SG Dynamo Dresden erneut unverschuldet in wirtschaftliche und atmosphärische Schwierigkeiten“, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Mittwoch in einer Vereinsmitteilung. „Wir machen Fußball für Menschen – es ist ermüdend, dass weder funktionierende noch verschärfte Hygienekonzepte im Rudolf-Harbig-Stadion überhaupt keine Anwendung finden dürfen.“

Sowohl der Verein aus der sächsischen Landeshauptstadt als auch Ligakonkurrent Erzgebirge Aue und Erstligist RB Leipzig müssen vorerst ohne Zuschauer spielen. Sportchef Ralf Becker kritisiert den dadurch „sowohl sportlich als auch atmosphärisch und wirtschaftlich“ entstehenden Wettbewerbsnachteil im Vergleich zur Konkurrenz aus den weiteren Bundesländern. „Unsere Mannschaft hat in jeder Phase der Saison und unter jeder vorherrschenden ‚G-Regel‘ eine großartige Unterstützung der Fans erfahren“, wird der 51-Jährige zitiert.

Dresden, RB Leipzig und Erzgebirge Aue von Geisterspielen betroffen

Zum letzten Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf waren trotz der möglichen 16.000 Zuschauer lediglich 8.912 ins Stadion gekommen. Dynamos organisierte Fanszene hatte die bis dahin geltende 2G-Regelung boykottiert.

Auch RB Leipzig hatte an der Entscheidung harsche Kritik geübt. „Kein Verständnis haben wir aber dafür, dass es die sächsische Regierung überhaupt zu dieser Situation hat kommen lassen – die höchste Infektionsrate aller Bundesländer einhergehend mit der niedrigsten Impfquote ist ein Beleg dafür, dass die Politik es in Sachsen bislang nicht geschafft hat, tragfähige Konzepte umzusetzen, um die Pandemie wirksam einzudämmen“, hieß es nach der Ankündigung der neuen Maßnahmen in einer Erklärung. (RBlive/dpa/fri)