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Ex-RBLer Tom Geißler Kaffee-Sommelier startet Crowdfunding für Leipziger Cafés

Einst zog Tom Geißler im zentralen Mittelfeld die Fäden, heute kümmert er sich um die Leipziger Café-Szene.

Einst zog Tom Geißler im zentralen Mittelfeld die Fäden, heute kümmert er sich um die Leipziger Café-Szene.

Was früher das Lotto-Büdchen war, ist heute das Café. RB-Stürmer Yussuf Poulsen besitzt zwei in Kopenhagen. Die Ex-Leipziger Daniel Frahn, Henrik Ernst und Christian Müller betreiben eine Eisbar in Leipzig. Und auch der frühere Leipziger Profi Tom Geißler, der einst auch in der Bundesliga für den FSV Mainz 05 kickte, ist jetzt Gastronom.

Doch als die Bundeskanzlerin am 19. März in einer bewegenden Rede darum bat, doch bitte zu Hause zu bleiben, zog Geißler einen Schluss-Strich. „Ich habe entschieden, mein Kaffeehaus zu schließen”, sagt der heute 36-Jährige, der von 2010 bis 2012 bei Rasenballsport kickte.

Tom Geißler will mindestens 95.000 Euro einsammeln

Seit drei Jahren betreibt Geißler die Kaffeerösterei Franz Morish, die vom Exoten längst zum Hotspot der Leipziger Café-Szene aufgestiegen ist. Seinen härtesten Schritt als Unternehmer erklärte Geißler seinen Mitarbeitern ausführlich in einer internen Whatsapp-Gruppe. „Das Schwierige in der jetzigen Situation ist einfach die Ungewissheit. Es geht nur durch Zusammenhalt und deshalb habe ich damals am Ende den Hashtag #wirgemeinsam gesetzt”, berichtet der 36-Jährige.

Aus dem Hashtag ist mittlerweile eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion entstanden, in der aus Konkurrenten Partner wurden. 95.000 Euro will Geißler bis zum 26. April einsammeln, um die Leipziger Café-Szene zu unterstützen. „Durchschnittlich gibt es für jedes Café gerade Fixkosten für Miete, Strom und Mitarbeiter, die sich nicht einfach wegkürzen lassen”, betont der frühere Mittelfeldspieler von RB Leipzig. Geißlers Ziel: Er will seine Mitarbeiter durch Spenden so bezahlen, dass sie trotz Kurzarbeit keine Einbußen haben.

Solidarität statt Konkurrenz unter den Leipziger Café-Betreibern

Gut ein Drittel ist nach einer Woche bereits zusammengekommen. Verteilt werden soll die Summe am Ende an über 20 Leipziger Cafés, die ihren Hauptumsatz mit dem Verkauf von Kaffee machen, nach der Anzahl der Mitarbeiter. „Natürlich sind wir eigentlich Konkurrenten”, sagte Geißler. „Aber im Moment ist hier einfach eine große Solidarität und wir freuen uns auf den Tag, an dem die Menschen wieder zu uns kommen dürfen.”

Kaffee-Fan war Geißler schon immer, vor vier Jahren machte er in Wien eine Ausbildung zum Kaffee-Sommelier. Ein Jahr später eröffnete er sein Kaffeehaus. „Da hängt natürlich viel dran, damit verdiene ich meinen Lebensunterhalt”, sagt der frühere U21-Nationalspieler. „Aber am meisten habe ich meine Mitarbeiter im Kopf, dass sie gut durch diese Zeit kommen.” Um irgendwie Umsatz zu generieren, hat Geißler einen Lieferservice für Kaffee gestartet. Der ist gut angelaufen, aber längst kein Vergleich zu einem vollen Kaffeehaus. (RBlive/dpa/ukr)