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"Prinzipien beiseite legen" Oliver Mintzlaff fordert Kompromissbereitschaft der Fans

Oliver Mintzlaff ist zuversichtlich, dass der Plan der DFL aufgeht.

Oliver Mintzlaff ist zuversichtlich, dass der Plan der DFL aufgeht.

Der Plan der DFL, die Bundesliga mit Geisterspielen fortzusetzen, wird von verschiedenen Seiten mit Skepsis betrachtet. Oliver Mintzlaff ├Ąu├čert sich im Gespr├Ąch mit der Leipziger Volkszeitung am Mittwoch zu den Kritikern der Pl├Ąne.

Wirtschaftlichen Totalschaden verhindern

"Populistische Aussagen bringen uns nicht weiter", sagt er mt Blick auf die Aussagen von SPD-Politiker Karl Lauterbach, der den Profifu├čball als verzichtbar darstellte. F├╝r die Bundesligisten forderte er daher Gleichbehandlung mit allen anderen Unternehmen. "Wir wollen unserer Arbeit nachgehen, das ist nun mal Fu├čball spielen." Mit Nachdruck betonte Mintzlaff, dass nur so wirtschaftliche Totalsch├Ąden verhindert und durchschnittliche 400 Arbeitspl├Ątze bei den Bundesligisten gesichert werden k├Ânnen.

Vereine sollen Netzwerke zur Krisenbew├Ąltigung nutzen

Dem DFL-Konzept zur Ausgestaltung der Spieltage vertraue er voll und ganz. "Ich gehe davon, dass das Konzept viele Eventualit├Ąten abdeckt. "Wir setzen alles daran, es mit Leben zu f├╝llen", so Mintzlaff bezogen auf den Umgang mit weiteren Infizierungen im Falle der Fortsetzung. Auch die Frage nach Testkapazit├Ąten biete keine Angriffsfl├Ąche. Die Klubs verf├╝gten generell ├╝ber gro├če Netzwerke, die zur Krisenbew├Ąltigung genutzt w├╝rden, so Mintzlaff ├╝ber das Angebot von Schalke-Boss Clemens T├Ânnies, die Labore seines Unternehmens zur Verf├╝gung zu stellen.

Mintzlaff ├╝ber Fan-Skepsis: "Prinzipien beiseite legen"

In Bezug auf Skepsis gegen├╝ber Geisterspielen, die bei einigen Fans vorherrscht, zeigt Mintzlaff zwar Verst├Ąndnis, aber erwartet Zusammenarbeit. "Keiner will Spiele ohne Fans. Aber wenn sieben, acht Vereine diese Krise nicht ├╝berstehen, ist auch keinem geholfen. Jetzt ist in allen Bereichen Kompromissbereitschaft gefragt, sollten Prinzipien beiseite gelegt werden", so der RB-Gesch├Ąftsf├╝hrer.

Fanverteter Sig Zelt: "In f├╝nf Jahren nichts besser geworden"

Aus Lagern der Fans war zuvor Kritik laut geworden, sich in Anbetracht der Krise auch mit Fehlentwicklung des Fu├čballs in den vergangenen Jahren zu befassen und einen Wertewandel herbeizuf├╝hren, wie die Interessengemeinschaft "Unsere Kurve" zuletzt anmahnte. Sig Zelt, Fanvertreter von ProFans, sieht darin jedoch keine Merhheitsmeinung.

"Es klingt absurd, nun neun Spieltage in leeren Stadien durchzuziehen, aber viele Anh├Ąnger sind trotzdem bereit, diese Kr├Âte zu schlucken", sagte der Sprecher des B├╝ndnisses. Zelt ist skeptisch, dass sich durch die Corona-Krise dauerhaft etwas im bezahlten Fu├čball ├Ąndert. "F├╝r eine Weile werden die gehandelten Geldbetr├Ąge runtergeschraubt, aber ich bef├╝rchte, dass in f├╝nf Jahren nichts besser geworden ist", sagte er.

Umfrage zeigt hohe Akzeptanz von Geisterspielen in Fu├čball-Bundesliga

Ein Gro├čteil der Bundesligafans bef├╝rwortet unterdessen Geisterspiele, um die Saison im Oberhaus zu Ende spielen zu k├Ânnen. Laut einer Umfrage der Voting-App FanQ in Zusammenarbeit mit Intelligent Research in Sponsoring (IRIS) glauben 74 Prozent der 1350 befragten Fu├čballfans daran, dass die Spielzeit trotz der Pandemie beendet werden kann. Um dies zu verwirklichen, bef├╝rworten 74 Prozent die Austragung der Partien unter Ausschluss der ├ľffentlichkeit.

In Zeiten von COVID-19 erachten 72 Prozent der Fans Geisterspiele zur Ablenkung vom Alltag als "sehr wichtig" oder "wichtig". Dennoch sehen die Befragten hinter den Motiven f├╝r die m├Âglichst baldige Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison vor allem finanzielle Gr├╝nde. 89,9 Prozent denken, es ginge dabei prim├Ąr um die Sicherstellung von TV- und Sponsoringeinnahmen. Der sportliche Wettbewerb (40 Prozent) oder die Unterhaltung der Fans (20,1 Prozent) seien dabei weniger wichtig.

(RBlive/msc)