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"Hotspot im bayrischen Wald" DFB-Chef verteidigt RB Leipzig

Fritz Keller will, dass die Zuschauer bei RB Leipzig zurĂŒckkehren können.

Fritz Keller will, dass die Zuschauer bei RB Leipzig zurĂŒckkehren können.

Die Streitfrage um die Öffnung der Bundesliga fĂŒr Zuschauer geht weiter. Baden-WĂŒrttembergs MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann hat den Fußball bei der Frage der Wiederzulassung von Zuschauern zu einem gemeinsamen Vorgehen aufgefordert. Der GrĂŒnen-Politiker erinnerte am Freitag bei einem Termin mit DFB-PrĂ€sident Fritz Keller daran, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien VorschlĂ€ge erarbeiten soll. "Wenn jetzt jeder voran prescht, was Einzelne schon machen, ist das gefĂ€hrdet", sagte Kretschmann.

Es komme auch darauf an, dass die Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund VorschlĂ€ge machten, die ein einheitliches Vorgehen ermöglichen. "Alles andere wĂŒrde ja zu enormen Verzerrungen fĂŒhren. Wenn der eine es zulĂ€sst und der andere nicht, das geht ja wohl schlecht", betonte Kretschmann. Er stellte eine Lösung weit vor dem angepeilten Stichtag 31. Oktober in Aussicht.

"Kein Shutdown in Leipzig bei Hotspot im bayrischen Wald"

DFB-Chef Keller verwies dagegen auf regionale Unterschiede bei den Corona-Infektionszahlen und Hygienekonzepte von DFL und DFB. "Wenn irgendwo im bayerischen Wald oder sonst wo ein Hotspot ist, muss ich in Leipzig keinen Shutdown machen", sagte Keller. RB Leipzig will zum Bundesliga-Start vor bis zu 8500 Zuschauern spielen. "Wir mĂŒssen jetzt mal anfangen", verlangte Keller und fragte: "Wo ist der Unterschied zu einer voll besetzten Straßenbahn?" Die Gesundheit der Menschen stehe aber ĂŒber allem.

Söder warnt vor Öffnung

Zuvor hatte Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder den Fußball erneut vor einer schnellen Wiederzulassung von Zuschauern gewarnt. Ziel sei es, nach dem Oktober eine Perspektive fĂŒr Spiele mit Zuschauern zu haben, sagte der CSU-Chef am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Söder machte sich erneut fĂŒr eine einheitliche Lösung fĂŒr die RĂŒckkehr von Fans in die Sportarenen stark. 

FCA-Chef sieht Nachteil fĂŒr Augsburg

Diese forderte auch Michael Ströll, GeschĂ€ftsfĂŒhrer beim FC Augsburg. "Eine deutschlandweite Lösung wĂ€re definitiv besser und auch unser Wunsch, weil es die fairste Lösung wĂ€re", sagte Ströll im Interview mit der Augsburger Allgemeinen (Samstagsausgabe). "Wettbewerbsverzerrung ist ein großes Wort. Fakt ist aber, dass es fĂŒr den FC Augsburg ein klarer Nachteil ist."

(dpa/sid)