Transfermarkt / RB-Frauen Belgien-Boom bei RB: Vier der sieben Neuen kommen aus derselben Liga
Mathys, Veefkind, Pusztai, Waldbillig: Die Leipzigerinnen bedienen sich in diesem Sommer auffällig oft in Belgien. Dahinter könnte mehr stecken als bloßer Zufall.

Leipzig/hen - Die jüngsten Verpflichtungen von Jasmien Mathys und Emanuela Pfister markieren den vorläufigen Abschluss einer auffälligen Transferphase beim Frauen-Team von RB Leipzig. Während Pfister vom Grasshopper Club Zürich kommt, setzt Mathys einen Trend fort: Die Rechtsverteidigerin ist bereits die vierte Spielerin, die RB innerhalb weniger Monate aus der belgischen Super League verpflichtet.
Vier Spielerinnen aus Belgien
Den Anfang machte Torhüterin Aude Waldbillig, die im April vom RSC Anderlecht nach Leipzig wechselte. Es folgten die Ungarin Sára Pusztai und die Niederländerin Linde Veefkind vom belgischen Erstligisten OH Leuven. Nun kommt mit Mathys von KAA Gent die nächste Spielerin aus Belgiens höchster Spielklasse.
Offensichtlich hat RB einen neuen Spielerinnen-Markt für sich entdeckt. Vier der bislang sieben Leipziger Neuzugänge, darunter die Deutsche Marie Kleemann, spielten zuletzt in Belgien. Waldbillig ist Belgierin, Mathys ebenfalls. Pusztai stammt aus Ungarn, Veefkind aus den Niederlanden.
Regelmäßig international
Bereits im Winter hatte Trainer Jonas Stephan angekündigt, RB wolle im Sommer „das eine oder andere Ausrufezeichen transfertechnisch setzen“. Gleichzeitig verwies der Coach darauf, dass mehrere Gespräche mit potenziellen Neuzugängen weit fortgeschritten gewesen seien, letztlich aber nicht zustande kamen.
Die belgische Liga hat sich in den vergangenen Jahren im europäischen Frauenfußball etabliert. Klubs wie Anderlecht, OH Leuven oder Gent sind regelmäßig international vertreten, zahlreiche Spielerinnen schaffen von dort den Sprung in größere Ligen. Auch die belgische Nationalmannschaft gehört inzwischen zum erweiterten Kreis der europäischen Spitzenteams.
Riesiger Abstand auf die Bayern
Mathys bringt die Erfahrung von 136 Erstligaspielen mit und debütierte im April für Belgien. Waldbillig gilt als eines der größten Torwarttalente ihres Landes. Pusztai gehört zum Kreis der ungarischen Nationalspielerinnen, Veefkind wurde zuletzt erstmals für die Niederlande nominiert. RB hatte die vergangene Saison auf Platz sieben abgeschlossen - mit riesigem 46-Punkte-Abstand auf Meister FC Bayern.