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Freiburg 70 Minuten in Unterzahl "Rote Karte spielt uns in die Karten": Erster Auswärtssieg für RB

Nach einer frühen Roten Karte gegen Freiburg tun sich die Spielerinnen von RB Leipzig lange schwer. Dann lösen Alieke Tuin und Doppeltorschützin Nikée van Dijk den Knoten. RB feiert seinen ersten Auswärtssieg der Saison.

17.10.2026, 11:10
Freiburgs Keeperin Anna Reimann lässt Leipzigs Sandra Starke ins Leere laufen.
Freiburgs Keeperin Anna Reimann lässt Leipzigs Sandra Starke ins Leere laufen. Foto: Imago/HMB Media

Leipzig/Freiburg/sid, hen – Die Fußballerinnen von RB Leipzig haben ihren ersten Auswärtssieg der Bundesliga-Saison gefeiert. Das Team von Trainer Jonas Stephan setzte sich am siebten Spieltag beim SC Freiburg mit 3:0 (0:0) durch und kletterte mit dem dritten Saisonsieg vorerst auf Tabellenplatz fünf. Allerdings brauchten die Leipzigerinnen trotz langer Überzahl viel Geduld, ehe sie die Partie für sich entschieden.

Kaum Kapital aus Roter Karte

Bereits in der 18. Minute hatte Freiburgs Schweizer Innenverteidigerin Julia Stierli nach einer Notbremse die Rote Karte gesehen. SC-Trainer Marco Konrad protestierte an der Seitenlinie vehement gegen die Entscheidung. RB spielte damit mehr als 70 Minuten in Überzahl, konnte daraus zunächst aber kaum Kapital schlagen.

Zwar übernahmen die Leipzigerinnen die Kontrolle und hatten deutlich mehr Ballbesitz, doch gegen die dezimierten Freiburgerinnen fehlten zunächst Tempo und Ideen. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang hatte Andrea Norheim, die in der 27. Minute mit einem Nachschuss am Pfosten scheiterte.

Geduldsspiel nach der Pause

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein Geduldsspiel. Erst in der 68. Minute brach die Niederländerin Alieke Tuin den Bann und brachte Leipzig in Führung. Zehn Minuten später erhöhte die eingewechselte Nikée van Dijk auf 2:0 (78.), ehe sie in der 84. Minute mit ihrem zweiten Treffer den Endstand herstellte. Für die Niederländerin waren es die ersten beiden Tore in der Frauen-Bundesliga.

„Die Rote Karte hat uns in die Karten gespielt“, räumte Trainer Jonas Stephan anschließend ein. „Wir hatten Schwierigkeiten, in der ersten Hälfte Lösungen zu finden. Im zweiten Durchgang haben wir es besser gemacht.“

Rang zehn für RB

Besonders mit dem Einsatz seiner Mannschaft war der Coach zufrieden. „Vor allem im Gegenpressing waren wir sehr gierig. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor der Intensität ziehe ich meinen Hut.“

Mit nun zehn Punkten zogen die Leipzigerinnen mit Freiburg gleich, liegen dank der besseren Tordifferenz aber zwei Plätze vor den Breisgauerinnen, die auf Rang sieben stehen.