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Von Ullrich Kroemer

Silva-Klausel ermöglicht Transfercoup RB will noch weiter investieren

André Silva kommt wohl, Marcel Halstenberg muss vielleicht noch gehen.

André Silva kommt wohl, Marcel Halstenberg muss vielleicht noch gehen.

Noch fehlt die Tinte unter dem Vertrag, aber es müsste laut MZ-/RBlive-Informationen schon einiges passieren, dass der Wechsel von André Silva zu RB Leipzig noch platzt. Noch ist nichts fix, doch es sind aus Frankfurt und Leipzig bereits so viele Details durchgesickert, dass es kein Zurück mehr gibt. Für lediglich 23 Millionen Euro soll der 28-Tore-Stürmer der Vorsaison (plus acht Vorlagen) von Eintracht Frankfurt zum Vizemeister wechseln. Diese Summe soll der Endpreis sein, ohne irgendwelche zusätzlichen Boni im Erfolgsfall, wie sonst bei RB-Einkäufen üblich.

Dass die Leipziger den hinter Robert Lewandowski treffsichersten Stürmer der Vorsaison von einem direkten Konkurrenten bekommen werden, ist an sich schon außergewöhnlich. Und das auch noch so früh im Transfersommer und bislang völlig geräuschlos. Doch die vergleichsweise niedrige Ablöse – gehandelt wurde Europas viertbester Torjäger der Spielzeit 2020/21 für 35 bis 40 Millionen – macht den bevorstehenden Wechsel spektakulär. Falls der 25-Jährige wie erhofft einschlägt, könnte er seinen Transferwert leicht verdoppeln oder verdreifachen.

Experiment Sörloth könnte beendet sein

Möglich macht das laut Bild-Zeitung eine Klausel in Silvas Vertrag, dass die Eintracht bei einem Weiterverkauf maximal 23 Millionen Euro einstreichen darf. Ein Kniff von Silvas einflussreichem Berater Jorge Mendes, um seinem Klienten einen Wechsel zu erleichtern und selbst üppiges Honorar zu beziehen.

Als ein Sechser im Lotto bezeichnen die RB-Macher den Deal intern, der nur durch die spezielle Coronasituation zu diesem Preis möglich wurde. Da Silva – Glück für RB – bei der Europameisterschaft von Portugals Nationaltrainer Fernando Santos kaum berücksichtigt wurde, traten bislang keine Mitbewerber auf den Plan, die mehr geboten hätten. Die verkaufswillige Eintracht, die Geld in der Transferkasse benötigt, bekäme ohnehin nicht mehr. Alles über 23 Millionen ginge an Silvas Agentur. Nicht ausgeschlossen also, dass nun, wo die Summe im Raum steht, noch andere Klubs aufspringen.

Doch RB war als Erster am Drücker und ist klar im Verhandlungsvorteil. Dass Frankfurts neuer Sportvorstand Markus Krösche nun als erste Amtshandlung wohl das Geschäft mit seinem Ex-Klub einfädelte, macht es umso pikanter. Krösche war es schließlich, der in der vergangenen Saison den fast ebenso teuren (Fehl-)Kauf von Alexander Sörloth verantwortete. Silvas Verpflichtung könnte nun das Experiment mit dem Norweger beenden, der im Leipziger Spiel bislang nicht Fuß fasste.

Fein abgestimmter Stürme-Mix mit klaren Profilen

Im besten Falle findet RB für den Hünen einen Käufer oder verleiht ihn wenigstens. Denn mit dem kompletten Mittelstürmertypen Silva, der kantigen Klublegende Yussuf Poulsen, dem flinken Hee-chan Hwang und dem wuchtigen „Mini-Lukaku” Brian Brobbey hätten die Leipziger zahlreiche Varianten und einen fein abgestimmten Mix ganz unterschiedlicher Stürmertypen mit jeweils sehr klaren Profilen auf der Problemposition des Vorjahres. Der neue Trainer Jesse Marsch wird bevorzugt im 4-4-2-Grundordnung spielen lassen, sodass vier Angreifer – drei erfahrene, ein Youngster – für höchste Ansprüche genügen dürften.

Silva steht nun vor der Herausforderung, seine Trefferquote aus der Vorsaison zumindest ansatzweise zu wiederholen. Beim AC Mailand und in Sevilla hatte sich der beim FC Porto ausgebildete Modellathlet als junger Mann nicht durchsetzen können, auch bei Eintracht Frankfurt brauchte er Eingewöhnungszeit. Der mitspielende Torjäger muss sich im Team und im System wohlfühlen, um wie am Fließband zu treffen.

Lacroix ist weiter Transferziel

Und auch in der Abwehr will sich RB nach wie vor verstärken. Maxence Lacroix ist nach RBlive-Informationen nach wie vor Transferziel. Auch wenn Silva kommt, hat RB genug Transferbudget, um einen weiteren Wechsel um die 25 Millionen Euro zu stemmen. Doch noch ist eine Einigung mit dem VfL Wolfsburg nicht in Sicht. Sollte noch ein Abwehrspieler kommen, kann Marcel Halstenberg den Klub verlassen. Keine günstige Position für den derzeit formschwachen Nationalspieler. (RBlive/ukr)