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Beteiligung am Siegtor Ex-RB-Stürmer Werner gewinnt mit Chelsea die Champions League

Zwei Spieler, ein Tor, ein Pott: Kai Havertz und Ex-RB-Stürmer Timo Werner (r.)

Zwei Spieler, ein Tor, ein Pott: Kai Havertz und Ex-RB-Stürmer Timo Werner (r.)

Dank Thomas Tuchels brillanter Taktik, einem Tor von Nationalspieler Kai Havertz und der Unterstützung beim Treffer durch Ex-RB-Stürmer Timo Werner hat sich der FC Chelsea zum Champions-League-Sieger gekrönt. Die Blues entzauberten am Samstag in einem intensiven englischen Endspiel von Porto das von Pep Guardiola trainierte Manchester City und gewannen verdient mit 1:0 (1:0).

Havertz erzielte in der 42. Minute den einzigen Treffer des Spiels. Mason Mount hatte ihm den Ball in die Gasse gespielt, die Werner zuvor geöffnet hatte, in dem er seinen Bewacher John Stones aus dem Abwehrzentrum lockte.

Duell der Taktikmeister

Havertz, Werner und Rüdiger feierten wie ihr Trainer ihren ersten Triumph in der Königsklasse. Havertz und Werner waren vergangenen Sommer von Bayer Leverkusen und RB Leipzig an die Stamford Bridge gewechselt, Tuchel kam während der Saison. Zuvor hatte er das Königsklassen-Endspiel mit Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern verloren - und gewann nun das Duell der Taktikmeister.

Guardiola ließ in der Anfangsphase gleich fünf bis sechs Offensive extrem hoch attackieren. Gündogan ordnete das Spiel der Cityzens im zentralen Mittelfeld und war zugleich erste Absicherung für die Defensive. Der Brasilianer Fernandinho, der erst in der zweiten Hablzeit kam (64.), und der Spanier Rodri saßen überraschend zunächst auf der Bank. Wieder hatte Guardiola in einem enorm wichtigen Spiel die Ausrichtung seiner Mannschaft umgekrempelt.

Tuchel konterte mit einer darauf perfekt abgestimmten Taktik, er ließ sein Team lauern - und setzte auf Tempo und überfallartige Spielzüge. Nach einem Fehler der City-Abwehr kam Werner erstmals zum Abschluss, scheiterte aber an Torwart Ederson (14.), Sekunden später traf der deutsche Nationalspieler nur das Außennetz (15.). Tuchel klatschte an der Seitenlinie energiegeladen Beifall und animierte die Fans auf den Tribünen zu mehr Unterstützung.

Die 14 110 Zuschauer im Drachenstadion sorgten nach monatelanger Corona-Tristesse in der Champions League von Beginn an für echte Final-Atmosphäre. Schon weit vor dem Spiel hatten sich englische Fans in himmel- oder dunkelblauen Trikots in den Gassen der Hafenstadt auf das Endspiel eingestimmt, Corona-Regel wurden dabei längst nicht immer eingehalten. In der Arena galten strenge Regeln, die Fans wurden so gut es ging mit Abstand auf den Rängen verteilt.

Tuchel ballt die Fäuste

An der Seitenlinie riefen Guardiola und Tuchel, der ab der 39. Minute auf den verletzt ausgewechselten Abwehrchef Thiago Silva verzichten musste, gestenreich und laut ihre Anweisungen auf den Platz. Das Final-Duell der freundschaftlich verbundenen Trainer war mit großer Spannung erwartet worden - die vorausgegangenen beiden Pflichtspiele in der Premier League und im FA-Cup hatte Chelsea gewonnen.

In Porto entwickelte sich ein spannendes, sehenswertes Finale zweier Teams mit unterschiedlichen Systemen auf absoluter Augenhöhe und mit starken Spielzügen auf beiden Seiten. Rüdiger klärte im Strafraum gerade noch rechtzeitig vor Phil Foden (27.). Und dann kam Havertz: Der Nationalspieler wurde perfekt von Mason Mount eingesetzt, legte den Ball mit etwas Glück an Ederson vorbei und schob mit Links ins leere Tor ein. Tuchel ballte jubelnd beide Hände zu Fäusten.

Werner macht Platz für Pulisic

Die Chelsea-Defensive arbeitete auch im Anschluss hoch konzentriert und effizient, im Mittelfeld der Blues zeigte N'Golo Kanté ein starkes Spiel. Und die Vorzeichen für City wurden nicht besser: Nach einer Stunde musste Manchesters Spielmacher Kevin De Bruyne in Folge eines Zusammenprall mit Rüdiger, der dafür Gelb sah, ausgewechselt werden. Der Belgier verließ unter Tränen den Platz.

Wenig später wechselte Tuchel Werner aus (66.), der frühere Dortmunder Christian Pulisic kam auf den Platz. Der US-Amerikaner vergab in der 73. Minute nach Zuspiel von Havertz die große Chance auf das 2:0. Chelsea lauerte in dieser Phase auf den womöglich entscheidenden Konter, City kam zunächst nicht oft genug vor das Tor der Blues. Für die Schlussphase brachte Guardiola den argentinischen Stürmer Sergio Agüero, der seine letzten Minuten im City-Trikot erlebte. (RBlive/dpa)